Erstellt am 04. April 2012, 00:00

Stremer Frust nach einem STRUMA-Urteil. 1. KLASSE B SÜD / Rainer Winkelbauer sah am 25. März Rot. Der Straf- und Meldeausschuss STRUMA entschied nun.

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VON DANIEL FENZ

Aufregung gibt es beim UFC Dunst Strem wegen der Roten Karte für Rainer Winkelbauer. Diese bekam er vor zwei Wochen im Spiel gegen Ollersdorf. Schiedsrichter Halil Alija verwies ihn in der 64. Minute nach angeblicher Tätlichkeit mit Rot vom Platz. Dafür wurde er für zwei Spiele gesperrt.

Für Strems Sportlichen Leiter Gerhard Deutsch ist die Strafe unverständlich: „Es war kein Vergehen erkennbar. Doch der Schiedsrichter hatte eine Tätlichkeit von Rainer Winkelbauer gesehen. Auch der sehr faire Funktionärskollege aus Ollersdorfer erwähnte gleich, nichts Unfaires bemerkt zu haben.“

„Warum entscheidet nicht  gleich der Schiedsrichter?“

 

Am Freitag wurde dieser Vorfall bei der STRUMA behandelt. „Diesmal spielte der Zufall Regie und der SV Ollersdorf veröffentlichte ein Foto auf der offiziellen Facebook-Seite, die Rainer Winkelbauer deutlich entlastet“, so Deutsch.

Gestärkt durch die Aussagekraft dieses Fotos begab sich der UFC Strem zur Sitzung. Winkelbauer wurde zur Aktion befragt. „Im Schiedsrichterbericht stand, dass der Ball ins Seitenout ging und der Schiri unmittelbar beim Geschehen war. Am Foto war klar ersichtlich, dass der Ball in Richtung Spielfeld gespielt wurde und der Schiri war nicht zu sehen.“

Obwohl der UFC Strem die beiden Aussagen widerlegen konnte und eine Tätlichkeit von Rainer Winkelbauer aufgrund des Fotos sehr unrealistisch scheint, wurde er für zwei Spiele gesperrt. Als Grund wurde ein nochmaliges Telefonat mit dem Schiedsrichter genannt und dieser bestätigte seinen eigenen Bericht.

Deutsch: „Wir haben nun noch die Möglichkeit des Protestes gegen dieses Urteil. Dieser Protest wird aber erst in zwei bis drei Wochen behandelt. Warum nicht gleich der Schiedsrichter die Strafhöhe entscheidet, ist mir nach dieser Sitzung unklar. Bisher besuchten wir nur STRUMA-Sitzungen bei unserer Meinung nach unrichtigen Berichten, ab jetzt werden wir zu keiner mehr fahren.“

Schiedsrichter-Obmann Günter Benkö dazu: „Zum Urteil kann ich keine Stellung nehmen. Ich rate dem Verein, in die nächste Instanz zu gehen, und das Urteil anzufechten. Ich predige bei jedem Seminar wie ein Pfarrer, dass die Schiedsrichter ehrlich sein sollen. Wenn ein Schiri einen Fehler begeht, dann soll er auch dazu stehen. Nur so können wir bei den Vereinen und in der Öffentlichkeit Anerkennung bekommen. Ich werde auch in Zukunft meine Schiedsrichter besonders unter die Lupe nehmen.“