Erstellt am 18. Februar 2016, 13:51

von Michael Pekovics

SV Neuberg: Rätselraten um Konkursantrag. Am Mittwoch wurde wegen offener Verbindlichkeiten des SV Marsch Neuberg ein Konkursantrag gestellt, das Verfahren wurde mangels Zahlungsunfähigkeit aber gar nicht erst eröffnet. Laut Obmann Martin Konrad handelt es sich dabei um ein Missverständnis.

Symbolbild  |  BVZ, Bernhard Fenz

Am Mittwochvormittag stellte die Salzburger VB Factoring Bank, vertreten durch die Anwaltskanzlei Kopp-Wittek, einen Antrag auf Konkursverfahren über den SV Marsch Neuberg. In der Ediktsdatei ( http://edikte.justiz.gv.at ) ist von „Zahlungsunfähigkeit des Schuldners“ zu lesen.

Konrad: "Bin selbst überrascht"

Das Insolvenzverfahren wurde „mangels Kostendeckung“ dann aber nicht eröffnet. Eine Anfrage der BVZ bei Kopp-Wittek brachte mit dem Hinweis auf Datenschutz kein Ergebnis.

Nach einer ersten Anfrage der BVZ bei SV Neuberg-Obmann Martin Konrad konnte sich dieser den Konkursantrag nicht erklären. "Wir haben alles bezahlt, ich bin selbst überrascht."

x  |  NOEN, Daniel Fenz

In einem weiteren Gespräch erklärte Konrad dann, der Insolvenzantrag habe mit offenen Forderungen wegen nicht beglichener Tankrechnungen zu tun: "Wir haben diese Schulden aber per Ratenvereinbarung gezahlt." Offenbar dürfte aber eine Rate vergessen worden sein, weshalb der Schuldner einen Rechtsanwalt, also ein Inkassobüro, einschaltete.

"Wir haben diese offene Rate dann im Dezember bezahlt und auch ein Schreiben bekommen, dass alles eingestellt ist", sagt Konrad. Er will sich nun beim Landesgericht über den Konkursantrag informieren. "Ich habe die Richterin noch nicht erreicht, das lässt sich sicher alles schnell aufklären."

x  |  NOEN, Daniel Fenz