Erstellt am 11. Juni 2014, 14:40

von Daniel Fenz

Top: Rot-weiß-rotes Debüt bei US Open. European Tour / Mit Platz zwei bei den Lyoness Open in Atzenbrugg löste Bernd Wiesberger als erster Österreicher das US Open-Ticket.

Gratulation zu einem starken Turnier. Der spanische Golf-Profi Miguel Angel Jimenez (r.) - im Zuge der Schlussrunde übrigens mit einem spektakulären Eagle erfolgreich - beendete die Lyoness Open auf dem geteilten fünften Platz. Der Altmeister gratulierte Bernd Wiesberger am Ende zu einem zweiten Platz bei den Lyoness Open. Erst im Stechen musste sich der Oberwarter dem Schweden Mikael Lundberg geschlagen geben. Foto: Erich Marschik  |  NOEN, Erich Marschik
Als erster österreichischer Golf-Profi wird der Oberwarter Bernd Wiesberger ab morgen, Donnerstag, bei den US Open abschlagen. Durch seinen zweiten Platz bei den Lyoness Open in Atzenbrugg verbessert sich der Burgenländer auf den 60. Rang in der Weltrangliste, der ihm das Ticket zum Major-Turnier beschert.

Anruf vom Turnierdirektor höchstpersönlich

„Ein Traum geht in Erfüllung“, meinte Wiesberger in einer ersten Reaktion, „ich spiele mein viertes Major und als erster Österreicher bei einer US Open. Das ist ein großartiges Trostpflaster.“

Der Anruf kam vom Turnierdirektor höchstpersönlich. Die Reise in die USA hat der Oberwarter Golf-Profi bereits am Montag angetreten, um bei Trainingstagen das bekannt „anspruchsvolle Setup“ der US Open studieren zu können.

Turniersieg im Stechen aus der Hand gegeben 

Längst ist der Fokus also nach vorne gerichtet. Dass der 28-Jährige seinen zweiten Triumph bei den Lyoness Open in Atzenbrugg nur knapp verpasst hat, schmerzte lediglich unmittelbar nach Turnierende. Im Stechen um den Sieg musste sich der Oberwarter dem Schweden Mikael Lundberg geschlagen geben. Nach 72 Löchern lagen beide schlaggleich an der Spitze.

„Ich habe das Turnier auf der Sieben verloren und leider die fünf schlechtesten Schläge der Woche an genau diesem Loch gemacht“, resümierte Österreichs Nummer eins.

Lundberg kassierte für den Sieg in Atzenbrugg 166.000 Euro, Bernd Wiesberger bekam für seinen zweiten Platz 111.000 Euro auf sein Preisgeld-Konto. Jetzt geht es im Pinehurst Resort in North Carolina neben jeder Menge Prestige aber auch finanziell um etwas mehr: Die US Open sind mit acht Millionen Dollar dotiert.