Erstellt am 13. April 2011, 00:00

Verein in Finanznot: Plan soll Oberschützen retten. 2. LIGA SÜD / Oberschützen ist in Geldnöten, ein Drei-Jahres-Plan soll das Budget sanieren und wieder in Einklang bringen.

Steh auf, wenn du am Boden liegst. Oberschützen kämpft zurzeit an verschiedenen Fronten. Vor allem finanziell steht es schlecht um den Aufsteiger. Ein Sanierungsplan soll den Verein jetzt retten.KOLLER  |  NOEN
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VON PATRICK BAUER

Schwere Zeiten für den UFC Oberschützen: Hartnäckig hielten sich Gerüchte, dass der Verein finanziell nicht auf Rosen gebettet ist. Es ist alles noch schlimmer.

Obmann Werner Stecker dazu: „Am Freitag gab es eine Spielerbesprechung, bei der wir den Spielern unsere Situation erklärt haben. Ein Konkurs ist noch nicht vonnöten, aber wir pfeifen aus den letzten Löchern.“ Auch Trainer Christian Horvath musste zustimmen: „Ja, ich kann das bestätigen. Wir haben dann als Mannschaft beschlossen, das Spiel gegen Rudersdorf einfach zu spielen, und haben versucht, die Probleme auszublenden. Dies ist uns auch gut gelungen.“

Die Gründe für die Finanzkrise: Fehlende Sponsorengelder, zu hohe Prämien und „erfolgreiche“ Jahre ohne Aufstieg in die2. Liga waren zu viel für den Verein. Stecker weiter: „Wir haben die letzten Jahre dreimal um den Titel mitgespielt und uns durch zu hohe Punkteprämien verausgabt. Auch die Verbesserung des Sportplatzes war ausschlaggebend. So ist alles ein wenig den Bach runter gegangen.“

Spieler stehen zum Verein,  der saniert werden soll

Wie es jetzt genau weitergeht, kann man noch nicht sagen. Die Spieler stehen noch hinter dem Verein und verzichten zurzeit auf Geld. „Sie haben sich sehr fair verhalten und der Großteil wird auch weiterspielen“, erzählt Stecker. Auch Horvath glaubt, dass die meisten Spieler dem Verein die Treue halten werden: „Natürlich waren sie nicht begeistert, aber ich glaube schon, dass die Stimmung so ist, dass die Mannschaft die Meisterschaft durchziehen wird.“

Die Pläne für eine Neuausrichtung des Vereins laufen. Mithilfe eines Drei-Jahres-Planes soll der Verein saniert und auf gesunde Beine gestellt werden. „Wir erarbeiten jetzt ein Budget, welches wir uns leisten können, und werden versuchen, eine junge und konkurrenzfähige Mannschaft aufzubauen“, erklärt Stecker. Es ist eben die Frage, in welcher Liga dieser Plan umgesetzt werden soll. Trainer Horvath: „Jetzt muss ein Konzept erstellt werden, das einen gewissen Budgetrahmen hat. Die Idee mit den jungen Spielern aus der Umgebung ist natürlich gut, wurde aber bis jetzt noch nie umgesetzt. Wenn wir in der 2. Liga bleiben, müssten wir den Kader eigentlich halten beziehungsweise verstärken, aber finanziell geht das nicht.“

Quo vadis Oberschützen? Dies werden auch die Vereinsverantwortlichen noch nicht so genau wissen.