Erstellt am 08. Februar 2012, 00:00

Verletzung verschafft Thier Trainerposten. 1. KLASSE B SÜD / Der Transfer von Hannes Thier zu Neustift platzte in letzter Minute. Jetzt wird er Coach beim SC Burgau.

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VON DANIEL FENZ UND CARINA GANSTER

Der Transfer von Hannes Thier (Stegersbach 1b) zu den Kickers aus Neustift platzte am Dienstag der Vorwoche – obwohl Thier bereits am 10. Jänner einen Vertrag bei der Kercmer-Truppe unterschrieben hatte. In einem Telefongespräch am Montagabend teilte der 33-jährige Ex-Stegersbacher Neustifts Sportlichen Leiter Ronald Weidinger mit, dass er sich bei einem Altherrenspiel am Knie schwer verletzt hätte und den Kickers mindestens drei Monate nicht zur Verfügung gestanden wäre.

„Letztendlich fix abgesagt hat er aber erst am Dienstagvormittag. Ein wenig Ärger ist bei mir schon vorhanden, aber es hätte auch nichts gebracht, wenn Hannes Thier aufgrund seiner Verletzung nicht spielen hätte können“, erzählt Neustifts Ronald Weidinger.

Trotz Verletzung ergab sich für Thier am Mittwochabend eine neue Chance: „Der SC Burgau kontaktierte mich und fragte an, ob ich mir vorstellen könnte, das Traineramt zu übernehmen. Nach einem Gespräch habe ich noch am selben Tag das erste Training geleitet“, sagt Thier. Für ihn ist der SC Burgau die zweite Station als Trainer. „Für mich ist es eine Chance und eine Herausforderung. Die Mannschaft ist jung und motiviert. Das Engagement kam dennoch ein wenig überraschend. Denn eigentlich wollte ich im kommenden halben Jahr die Trainerlizenz für die Burgenlandliga erlangen.“ Nach der kurzfristigen Absage fanden die Kickers aus Neustift keinen Ersatz für den 33-Jährigen.

„Thier wäre für uns eine Stütze in der Abwehr gewesen. Jetzt müssen wir mit den Leuten spielen, die uns zur Verfügung stehen. Es wird auch so funktionieren“, zeigt sich Ronald Weidinger nur bedingt enttäuscht über den geplatzten Deal. Der Transfer zu Burgau war übrigens möglich, weil der ASK Neustift, die Anmeldung von Hannes Thier – trotz der Unterschrift am 10. Jänner – bis Dienstagmorgen (Frist) noch nicht an den Burgenländischen Fußballverband abgeschickt hatte.