Erstellt am 04. Mai 2011, 00:00

Zwei Serien gerissen, die dritte muss reißen!. PLAY OFF / „Siegen oder fliegen“ heißt es am Donnerstag für die Gunners nach zwei Niederlagen gegen Traiskirchen.

Hannes Ochsenhofer (r.) und die Gunners haben nur noch eine Chance: Einen Sieg am Donnerstag gegen Traiskirchen (l. Kevin Houston).NÖN/KIENZL  |  NOEN
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OBERWART - TRAISKIRCHEN 1:2. Jetzt stehen die Gunners mit dem Rücken zur Wand. Nach der zweiten Niederlage gegen Traiskirchen im Halbfinale der Play offs müssen die Blau-Weißen gewinnen, um ein Ende der Saison zu verhindern.

Wie auch schon im zweiten Spiel hatte es lange gut für Oberwart ausgesehen. Zur Pause betrug die Führung sieben Punkte, auch nach dem dritten Viertel lagen die Gunners noch mit fünf voran. Doch dann schlichen sich viele Fehler ein, die von den Niederösterreichern eiskalt ausgenutzt wurden.

Unnötige Fehler machten  gute Leistung zunichte

Diese Unkonzentriertheiten gepaart mit dem an diesem Abend groß aufspielenden „Löwen“ Fabricio Vay verhinderten den ersten Auswärtssieg der Gunners im Lions-Dome seit 2008. „Wie auch schon im zweiten Spiel hatten wir gute Chancen auf den Sieg“, schüttelte Manager Andreas Leitner nach dem Spiel den Kopf. „Dabei haben wir diesmal deutlich besser gespielt als im zweiten Spiel, das war definitiv unsere beste Leistung seit Langem in Traiskirchen.“ Positiv streicht Leitner hervor, dass „die Spieler jetzt wissen, dass wir auch auswärts gewinnen können. Wenn wir diese Leistung noch einmal abrufen können, werden wir am Donnerstag (19.30 Uhr) siegen und den Heimvorteil zurück holen“.

Nur bei Sieg lebt die  Chance auf das Finale

Sollten die Gunners diesen Sieg landen, dann findet am Sonntag (8. Mai) das alles entscheidende Spiel um den Finaleinzug statt. Spielbeginn wäre dann entweder um 18 oder 19.30 Uhr (Sky-Livespiel). „Wir müssen Traiskirchen einfach unter 75 Punkten halten, dann gewinnen wir ganz sicher“, ist Leitner überzeugt und appelliert an die Fans „wieder so zahlreich nach Traiskirchen zu kommen und das Team zu unterstützen“. Am Sonntag waren unter den rund 1.000 Zuschauern an die 350 Gunners-Anhänger.

„Causa Nelson“: Neues  Gutachten angefordert

Am Montagvormittag fand das zweite Strafverfahren gegen den Kapfenberger Demetrius Nelson statt. Das in der ersten Verhandlung angeforderte gerichtsmedizinische Gutachten kam zum Schluss, dass die Hannes Artner zugefügte Verletzung nur durch „punktuelle und kräftige Einwirkung zustande gekommmen sein kann“, also durch Faustschlag, Ellbogenstoß oder kräftigem Daumendruck. Das Gericht forderte ein biomechanisches Gutachten an, um festzustellen, ob Nelson die Zeit gehabt hatte, um zu einem Faustschlag auszuholen.