Erstellt am 02. September 2015, 10:45

von Patrick Bauer

Zwei Südschlager: Keine Verschnaufpause. Gleich zwei Südderbys gehen am kommenden Sonntag über die Bühne. Zum Mittagsmenü geht es nach Neuberg, während am Nachmittag Eberau am Programm steht.

Erster Dreier? Diesen wollte Jennersdorfs Joze Benko (l.) gegen Eberaus Patrick Kraller einfahren.  |  NOEN, Patrick Bauer

NEUBERG - STEGERSBACH, SONNTAG, 10.30 UHR. „Es ist für uns eigentlich das schönste Derby von allen“, sagte Stegersbachs Cheftrainer Christian Graf gleich zu Beginn seiner Vorschau auf den großen Südschlager, der am Sonntag zur Mittagszeit stattfinden wird. Dabei könnten die Vorzeichen spannender kaum sein.

Konrad: „Es geht um sehr, sehr viel“

Beide Mannschaften stiegen im Sommer aus der Regionalliga in die BVZ Burgenlandliga ab und kämpfen mit den Umständen in der neuen Spielklasse.

Vor allem bei Stegersbach zeigt die Tendenz, auch aufgrund einiger Ausfälle, eher nach unten. Graf forderte deshalb: „Es gibt da keinen Favoriten, da beide unter Druck stehen.“

Aber auch die Neuberger hadern mit den letzten Ergebnissen. So war zuletzt sowohl gegen Draßburg als auch gegen Parndorf mehr drin. „Es geht um sehr, sehr viel. Ich hoffe nur, dass beide Mannschaften nicht verkrampfen und ihr wahres Gesicht zeigen“, sagte Neubergs Obmann Martin Konrad.

Trainer Andi Konrad, der die Stegersbacher noch beim 1:5 gegen Purbach beobachtete, schoss nach: „So werden sie nie wieder spielen. Für uns bleibt das eines der wichtigsten Spiele überhaupt.“

Aktuelle Infos: Bei Neuberg steht Ex-Stegersbacher Georg Krenn kurz vor einem Startelfeinsatz. Coach Konrad: „Wir dürfen aber keine Wunderdinge erwarten, sondern müssen ihm Zeit geben. Dennoch befindet er sich auf einem guten Weg.“ Bei den Gästen kehrt Haris Ribic, der die gesamte letzte Woche fehlte, wieder in den Kader zurück.

EBERAU - JENNERSDORF, SONNTAG, 16 UHR. Eine ruhige Woche verlebte der SV Eberau. Diese nutzten das spielfreie Wochenende für ein internes Testspiel gegen die hauseigene U23 und zu einer Einstandsfeier von Trainer Klaus Guger und den Neuzugängen. Zudem wurden die angeschlagenen Spieler Drago Papa und Tihamer Lukacs intensiv behandelt, um sie so schnell wie möglich fit zu bekommen.

„Jennersdorf bis dato unter Wert geschlagen“

„Jennersdorf ist immer ein gefährlicher Gegner. Zudem haben sie noch nicht die Punkte, die sie eigentlich haben sollten“, meinte Eberaus Pressesprecher Alfred Ranftl und Trainer Guger erklärte: „Wir wissen, was auf uns zukommt und das Jennersdorf bis dato unter Wert geschlagen wurde.“

Dem ist nicht viel hinzuzufügen, denn der Kader des UFC ist eigentlich keiner eines Abstiegskandidaten. Dennoch ist der Wurm unverkennbar drin.



Offensiv fehlt die letzte Durchschlagskraft und defensiv ist immer ein Schnitzer zu viel dabei. „Irgendwann muss diese Pechserie ja umschlagen und wir hoffen, dass das in Eberau der Fall sein wird“, sagte Jennersdorfs Sportlicher Leiter Johann Knaus.

Trainer Helmut Puntigam will offensiv auftreten: „Wir müssen im Angriffsbereich wieder variabler und zielstrebiger werden. Wir wissen aber auch, dass Eberau sehr, sehr gut drauf ist und unangenehm zu bespielen ist.“

Aktuelle Infos: Bei Eberau wird Tihamer Lukacs sicher fehlen und auch ein Einsatz von Drago Papa ist fraglich. Bei Jennersdorf kehrt Gabriel Joao Da Silva aller Voraussicht nach zurück.