Erstellt am 29. Juli 2015, 08:54

von Daniel Fenz

St. Michael im Cup: Ein Wechsel zu viel. Trotz Sieg raus aus dem BFV-Cup: Weil Wolfgang Kienzl den nicht spielberechtigten Tista Nimi Ngombo einsetzte, kam das Aus.

Spiel wurde strafverifiziert. Der SV St. Michael (r.) stieg trotz eines 4:1 nicht in die nächste Runde des BFV-Cups auf.  |  NOEN, zVg/Daniel Fenz

Ein unglücklicher Zufall, so könnte man das Missverständnis zwischen den Funktionären und dem Trainer in St. Michael betiteln: Dabei geht es um das BFV-Cup-Spiel in der 1. Runde am 17. Juli zwischen St. Michael und Kukmirn. Nach 90 Minuten gingen die Heimischen mit einem 4:1 als Sieger vom Platz. Am grünen Tisch kam es anders: Ein unberechtigter Einsatz von Tista Nimi Ngombo kostete dem 1. Klasse-Aufsteiger das Weiterkommen.

Ngombo wurde in der 86. Minute eingetauscht

Die Vorgeschichte: Der Afrikaner Tista Nimi Ngombo ist beim Verein zwar gemeldet, für das Cupspiel wurde er aber von den Funktionären nicht auf der Spielerliste geführt. Folglich war wohl ein Kommunikationsproblem ausschlaggebend, denn Trainer Wolfgang Kienzl nahm an, dass Ngombo spielberechtigt sei.

„Er ist neben mir auf der Bank gesessen. Kurz vor Schluss habe ich ihn aufwärmen lassen, um ihn dann in der 86. Minute einzutauschen“, so Kienzl.

Logischer Nachsatz: Hätte er gewusst, dass „Tista“ nicht spielen darf, „so hätte ich ihn sicher nicht eingetauscht.“ Gemerkt hatte bis zum Ende der Partie noch niemand etwas, ehe dem Trainer des SV Kukmirn, Anton Pichler, der Fehler aufgefallen sein dürfte. Schiedsrichter Peter Binder überprüfte daraufhin die Pässe und Spielernummern und bemerkte den Fehler ebenfalls.

Geldstrafe von 250 Euro für Verein

„Tatsache ist, dass der Spieler mit der Nummer vier ins Spiel kam, obwohl Thomas Radakovits nicht auf der Bank saß. Wir haben den Verein aufmerksam gemacht, dass ein Kicker eingesetzt wurde, der nicht auf dem Spielbericht stand.“ Binder meldete den Vorfall dem Straf- und Meldeausschuss (STRUMA). Dort behandelten dann Obmann Nikolaus Sauer und seine Funktionärskollegen den Fall.

„Mit dem 3:0 auf dem grünen Tisch für Kukmirn hatten wir gerechnet, doch mit der Geldstrafe von 250 Euro nicht. Ich habe nichts falsch gemacht, und trotzdem ist unser Verein bestraft geworden“, so Kienzl abschließend. Sektionsleiter Thomas Radakovits: „Es war eine Verwechslung beziehungsweise dummer Zufall. Einfach Pech, dass er nicht eingetragen war.“

Pichler: „Mussten den Einspruch machen“

Der Sportliche Leiter Rudi Kopitar wollte sich dazu nicht weiters äußern, er meinte: „Es ist ein Formalfehler passiert. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.“ Während Kukmirn am Samstag als Aufsteiger die zweite Runde gegen Schlaining bestritt – die Gäste aus Schlaining gewannen mit 4:0 – testete St. Michael unterdessen gegen Deutsch Tschantschendorf.

Kukmirns Obmann Günter Jandrisevits hielt sich zum Fall kurz: „Ich war nicht dabei, da ich beruflich verhindert war. Fakt ist, dass wir Einspruch erhoben haben, da der Spieler nicht am Spielbericht stand.“

Sein Trainer Anton Pichler erklärte die Lage aus seiner Sicht: „St. Michael war selbst schuld daran. Wenn sie einen Spieler einsetzen, der nicht berechtigt ist, dann müssen wir Einspruch erheben. Auch, wenn wir auf sportlichem Wege verloren haben und es mir leid tut für den Verein. Die Regeln müssen trotzdem eingehalten werden.“