Erstellt am 09. März 2016, 09:18

von Patrick Bauer

„David gegen Goliath“: Oberwart empfängt Horn. Der Tabellenführer aus Horn gibt sich am Freitagabend im Informstadion die Ehre. Die Vorzeichen sind klar: Viel zu verlieren haben die Oberwarter Kicker dabei nicht.

Gelingt gar eine Sensation? So weit sollte man dann doch nicht gehen, aber Pejo Pejic, Peter Berki, Philip Penzinger, Andi Müllner und Asmir Selimovic wollen den Tabellenführer aus Horn zumindest ein bisschen ärgern.  |  NOEN, Patrick Bauer

OBERWART - HORN, FREITAG, 19.30 UHR. Ungern erinnern sich Anhänger des SV Oberwart an den dritten Spieltag der laufenden Saison zurück.

In Horn hieß es damals 1:8 aus Sicht der Burgenländer und der Krösus der Liga, dem gar Milan-Star Keisuke Honda als Vorstand vorsteht, legte in der Winterpause noch einmal nach, holte mit Shuichi Gonda einen japanischen Teamtorhüter und lässt keine Mittel unversucht, den Schritt in den Profifußball zu gehen.

„Die haben das Zehnfache unseres Budgets“, sagte etwa Obmann Michael Leitgeb der BVZ und ordnete das Treffen deshalb so ein: „David gegen Goliath.“

Coach Niederbacher: „Nicht unlösbar“

Was spricht dennoch für den „David“? Fußballerisch wohl nicht allzu viel, denn die Horner sind alleine von den Namen der kickenden Zunft mindestens eine Klasse über die Oberwarter zu stellen.

Dennoch will man den Leader ärgern, wie Trainer Richard Niederbacher sagte: „Wir wussten, dass die ersten drei Spiele im Jahr 2016 mit den Austria Amateuren, Horn und Stadlau immens schwierig sind, aber wenn wir so auftreten wie bei den Veilchen, ist alles möglich. Klar ist aber natürlich auch, dass sie finanziell ganz andere Mittel haben. Es wird sehr, sehr schwer, ist aber sicher nicht unlösbar.“

Nagy fehlt sicher – ein Fragezeichen bleibt

Dabei müssen Jurica Pranjic und Kollegen wieder auf Defensive bedacht sein, denn zu viel Platz sollte man den Niederösterreichern nicht lassen.

„Wir waren auch bei der Austria von unserem Trainer vor der Pause sehr gut eingestellt“, so Obmann Leitgeb, der weiter erklärte: „Die Burschen müssen das wieder so umsetzen.“

Personell sieht es unterdessen nicht wirklich rosig aus, denn mit Mariusz Nagy fehlt ein Eckpfeiler im Zentrum aufgrund einer Sperre. Auch bei Rechtsverteidiger Lukas Tegischer wird es nach einer Kreuzbandverletzung nicht gehen. Ein bisschen Hoffnung besteht unterdessen bei Linksfuß Oliver Grandits, wobei ein Einsatz zu Redaktionsschluss fraglich blieb.