Erstellt am 08. April 2015, 09:29

von Daniel Fenz

Freude war übergroß. Bezirks-Sieger / Jennersdorfs Jan Steurer und Dennis Reichl vom SV Güssing rechneten beide nicht damit, dass sie die Wahl gewinnen.

Fußballer aus Leidenschaft. Für den Rudersdorfer Jan Steurer (r.) war es ein schöner Moment, als die Wahl auf ihn fiel. Derzeit ist für den Kicker das Berufsleben aber eine Spur wichtiger. Güssings Dennis Reichl (l.) möchte nach dem Titel in den nächsten Jahren den Sprung in die Kampfmannschaft des SV Güssing schaffen.  |  NOEN, Fotos: D. Fenz/zVg
Zwei Sieger, mit denen nicht unbedingt zu rechnen war. Für den Güssinger U23-Kicker Dennis Reichl kam die Entscheidung ebenfalls so überraschend, wie für Jan Steurer vom USV Rudersdorf. Während Reichl von seinen Fans 267 Stimmen im Bezirk erhielt, waren es für Steurer 189.

"Wusste bis zum Schluss nicht, dass ich gewinne"

„Ich wusste bis zum Schluss nicht, dass ich gewinnen werde. Ich habe schon mit meinen Freunden darüber gesprochen, aber von ihnen hat mich angeblich niemand gewählt“, erzählte Rudersdorfs Jan Steurer.

Im vergangenen Jahr war er noch selbst aktiv als Fußballer zu sehen. Das ist nun vorbei, denn derzeit liegt sein Hauptaugenmerk auf seinem Beruf. „Ich bin in Wien tätig und mache die Ausbildung zum Werkzeugmacher. In den nächsten vier Jahren möchte ich auch den Ingenieur nachmachen.“

Für ihn war es trotzdem ein schöner Moment, als die Wahl auf ihn fiel. Der Fußball bleibt derzeit zwar ein wenig auf der Strecke, aber Steurer hält sich mit Radfahren und Laufen fit und Fußball bleibt immer Thema. So sieht er regelmäßig Spiele von Rapid und dem FavAC.

Überrascht über fast 300 Stimmen

Güssings Dennis Reichl war überrascht über das Ausmaß seines Erfolgs. „Irgendwie habe ich schon mit 50 Stimmen gerechnet. Dass es aber fast 300 werden, davon war ich schon überrascht“, meinte der 16-Jährige.

In der U23 zählt er zum Stammpersonal und in naher Zukunft will er den Schritt in die Kampfmannschaft schaffen. Dafür ist er bei jedem Training dabei. Dennoch bleibt er Realist: „Auch, wenn es noch ein Jahr dauern sollte, dieses Ziel möchte ich schaffen.“

Reichl schließt einen Wechsel völlig aus 

Dabei will er diese Maxime unbedingt bei seinem Heimatklub aus Güssing schaffen und nirgendwo sonst. „Ich spiele seit meiner Kindheit in Güssing. Es passt alles im Verein, daher werde ich auch in der Zukunft nicht zu einem anderen Verein wechseln“, so der BVZ-Sieger.