Erstellt am 16. Juli 2014, 06:56

von Martin Ivansich

British Open: Auf der Spur des Tigers. Major-Antritt | Bernd Wiesberger kämpft um die begehrteste Trophy im Weltgolf – in Liverpool, wo zuletzt Tiger Woods gewann.

Fokussiert. Bernd Wiesbergers Konzentration gilt ab morgen den British Open in Liverpool. Dort will der Burgenländer an seine starke letzte Runde der Scottish Open in Aberdeen anschließen. Die restlichen Tage waren etwas durchwachsen, Wiesberger wünscht sich diesmal eine konstantere Darbietung.  |  NOEN, ERICH MARSCHIK

2006 wurden die British Open – korrekterweise Open Championship – zuletzt im Royal Liverpool GC (Hoylake) ausgetragen, Sieger war ein gewisser Tiger Woods.

Damals war Österreichs aktuelle Nummer eins noch keine große Nummer weltweit, mittlerweile mischt Wiesberger mit. Der 28-Jährige wird bei der 143. Auflage der seit 1860 ausgetragenen British Open am Start stehen.

Nicht zuletzt aufgrund des Major-Titels ist das Turnier dementsprechend prominent besetzt. Auf den Südburgenländer wartet starke Konkurrenz – 156 Spieler nehmen die Herausforderung an, 70 werden nach dem Cut am Samstag übrig bleiben.

Weitere Hürde: Der Platz im Royal Liverpool GC ist ein klassischer Linkskurs, die Bedingungen werden also ähnlich sein wie in der Vorwoche in Aberdeen. Dort bot der Oberwarter eine sehr wechselhafte Darbietung.

Mit neuem Coach zur alten Stärke

Das ist auch das Stichwort: Bernd Wiesbergers Konzentration gilt in Liverpool nun vor allem, Konstanz in sein Spiel zu bringen. In diesem Zusammenhang sollte das positive Momentum der letzten Runde in Schottland – Wieserberger beendete mit zwei unter Par – Selbstvertrauen geben. „Das war eine solide letzte Runde. Daran versuche ich bei den British Open anzuschließen.“

Unterstützung bekommt der Profi diese Woche übrigens von Damian Taylor, seinem neuen Kurzspielcoach. Der soll vor allem dafür sorgen, dass schon in den Proberunden ein gutes Gefühl für die Greens und deren Anspielzone gefunden wird.

Wie schwer das prestigeträchtigste Golfturnier ist, zeigte sich bereits im Vorjahr. Da schaffte Wiesberger bei seiner ersten British Open-Teilnahme den Cut, 13 über Par und der geteilte 64. Platz sprechen aber eine deutliche Sprache, wie sehr es vom Schwierigkeitsgrad her zur Sache geht.