Erstellt am 23. Juli 2014, 12:48

von Daniel Fenz

Habip Tekeli: „Das geht jetzt zu weit“. Ein Vorfall im Zuge eines Cupspiels soll die Spitze der Causa zwischen dem Schiedsrichter und einem Funktionär sein.

Mobbing-Vorwurf: Habip Tekeli behält sich rechtliche Schritte gegen einen Rechnitzer Funktionär vor. Foto: BVZ  |  NOEN, BVZ
Vor mittlerweile fast vier Jahren endete das Nachtragsspiel der 2. Liga Süd zwischen Markt Allhau und Rechnitz (2:1) für Habip Tekeli – der Ostliga-Referee ist auch in der Tipico Bundesliga an der Seite von Christian Dintar als Assistent tätig – mit einem unangenehmen Nachspiel.

Nach Fall in Rechnitz keine Ruhe mehr

Tekeli und sein Assistent Yavuz Buran meldeten Beschimpfungen (unter anderem mit rassistischen Inhalten), woraufhin der SV Rechnitz nach einem Verfahren beim Straf- und Meldeausschuss (STRUMA) damals 1.000 Euro bezahlen musste.

Richtig ruhig soll es nach der Angelegenheit nicht mehr geworden sein, der Vorwurf steht im Raum, Tekeli werde gemobbt. Diesen erneuerte er nach dem BFV-Raiffeisen-Cupspiel am Sonntag zwischen Eberau und Mischendorf – konkret gegen einen Rechnitzer Vereinsfunktionär, von dem er sich seitdem belästigt fühlt.

Schirikollegium ist auf alle Fälle alarmiert 

Dieser soll ihn beschimpft und nach dem Spiel das Auto des Referees fotografiert haben. „Als ich zur Halbzeit in Richtung Schirikabine ging, hat er sich vor mich gestellt und herumgedeutet, das bin ich als Schiri gewohnt“, so Habip Tekeli.

Nicht gewohnt sei er aber, sich verfolgt zu fühlen. „Gegen meine Person kann jeder etwas haben, doch das geht jetzt zu weit.“

Tekeli behält sich rechtliche Schritte vor und hat den Vorfall auch seinem Schiedsrichterobmann gemeldet – Günter Benkö: „Das ist eine jahrelange Geschichte zwischen dieser Person und Tekeli, der ihm einmal drei Delikte als Funktionär vorgeworfen hat. Aus unserer Sicht ist es eine Mobbinggeschichte, mehr will ich derzeit dazu nicht sagen.“

„Was wollte der Funktionär bezwecken?“

Benkö und sein Schiedsrichterkollegium werden sich den Fall ansehen und in den nächsten zwei Wochen entscheiden, welche Schritte man einleiten muss: „Ich glaube, dass die ganze Vorgangsweise nicht in Ordnung ist. Für uns als Schiedsrichterkollegium stellt sich vor allem die Frage, was der Funktionär – wenn es so gewesen war – damit bezwecken wollte, beziehungsweise warum er provozieren wollte? Das ist die Fragestellung, der wir nachgehen werden.“

Seitens des Funktionärs stellte dessen Anwalt jedenfalls klar: „Mein Mandant hat sich nichts zuschulden kommen lassen.“


Die Vorgeschichte

Im Nachtragsspiel der 2. Liga Süd zwischen Markt Allhau und Rechnitz (2:1), das am 26. Oktober 2010 ausgetragen wurde, sahen sich Referee Habip Tekeli und sein Assistent Yavuz Buran mit Beschimpfungen aus dem Zuschauerraum konfrontiert.

Da Personen aus dem Rechnitzer Lager nach dem Schlusspfiff auf das Schiriteam zustürmten und weiterschimpften, erstattete Tekeli aufgrund der Schwere der Aussagen Anzeige beim Strafausschuss des Burgenländischen Fußballverbandes.

Bei der STRUMA-Sitzung wurde dem SV Rechnitz nach §112 der ÖFB-Rechtspflegeordnung eine Geldstrafe in Höhe von 1.000 Euro auferlegt.