Erstellt am 16. September 2015, 11:02

von Patrick Bauer

Oberschützen-Coach: „Jede Wirtshaus-Elf wird besser geführt“. Oberschützens Coach Joachim Adorjan ließ nach dem 1:5 kein gutes Haar am Vorstand, seinen Spielern und sich selbst.

Geknickt. Joachim Adorjan (l.), der gemeinsam mit Michael Horvath, der zudem Co-Trainer bei der Admira ist, das Amt als Trainer beim UFC Oberschützen ausführt, war nach dem 1:5 gegen Buchschachen schwer angesäuert wegen der Fehler seiner Kicker. Fotos: Archiv/Bauer  |  NOEN, Archiv/Bauer

Auch gegen Sonntagmittag, einen Tag nach der bitteren 1:5-Niederlage auf eigener Wiese gegen den SC Buchschachen, hatte sich Oberschützens Trainer Joachim Adorjan noch nicht beruhigt. Dieser zeigte sich schwer geknickt, als ihn die BVZ zum allwöchentlichen Telefongespräch bat.

Die Pleite saß – und zwar gewaltig. So polterte Coach Adorjan los: „Dieser Auftritt schloss nahtlos an die bisherigen Vorstellungen an. Die Zeit des Schönredens ist endgültig vorbei.“

„50 Prozent unserer Kicker haben nicht
die Berechtigung in der 2. Liga zu spielen“

Dabei wähnte man sich nach dem 5:0 über den direkten Konkurrenten aus Güttenbach vor rund zwei Wochen auf einem guten Weg. Davon ist nichts mehr über, denn die einfachen und immer wieder kehrenden Fehler zehren am Nervenkostüm der Verantwortlichen.

„50 Prozent unserer Kicker haben einfach nicht die Berechtigung in der 2. Liga zu spielen“, kritisierte Adorjan und nahm den Vorstand gleich mit: „Der Verein ist in einem katastrophalen Zustand und jede Wirtshaus-Elf wird besser geführt.“ Das führte Adorjan genauer aus: „Es gibt einen Obmann und einen Vorstand, aber es passiert einfach nichts. Und so präsentiert sich auch unsere sportliche Situation.“

Ein Rücktritt scheint nach diesen Worten nicht ausgeschlossen, auch wenn zu Redaktionsschluss noch keine definitive Entscheidung gefallen war. „Michael Horvath und ich werden das unter der Woche genau analysieren und dann unsere Schlüsse ziehen. Ob ein neuer Trainer etwas bewirken könnte? Zaubern kann der dann auch nicht“, so der Meistercoach von 2013, der sich aber vorstellen konnte, zumindest bis zur „Winterpause“ weiterzumachen.