Erstellt am 15. Juni 2016, 04:55

von Daniel Fenz und Patrick Bauer

Oberschützen/Tatzmannsdorf: (Noch) keine Fusion. In Oberschützen und Tatzmannsdorf stand eine Fusion im Raum, die aus diversen Gründen nicht zustande kam.

Vorerst weiter alleine. Auf der Anlage in Oberschützen wird auch im kommenden Jahr gekickt. Dabei hielt man sich die Option aber offen, irgendwann mit einem anderen Klub zu fusionieren. Foto: Patrick Bauer  |  NOEN, Patrick Bauer
Sportlich kann man nach dieser Saison weder dem UFC Oberschützen noch dem SC Bad Tatzmannsdorf einen Vorwurf machen. Beide verwirklichten mit geschafftem Klassenerhalt ihre Saisonziele.

Dabei hätte man zuletzt fast gemeinsame Sache gemacht, denn ein Zusammenschluss der beiden Vereine wurde angedacht, um als ein „großer“ und gemeinsamer Klub in der 2. Liga zu kicken.

„Es wäre ein optimaler Zeitpunkt gewesen“

Die treibenden Kräfte waren das in Oberschützen scheidende Trainerteam Michael Horvath und Joachim Adorjan, die diesen Vorschlag einbrachten und zumindest Gehör fanden, auch wenn es am Ende noch nicht passte.

„Es wäre ein optimaler Zeitpunkt gewesen, das zu verwirklichen. Ich bleibe dabei, dass es für den UFC in Zukunft schwer wird, in der 2. Liga zu bleiben und so bot sich dieser Weg an“, sagte Adorjan und Horvath erklärte: „Natürlich hätte noch vieles geklärt gehört, aber sportlich wäre es perfekt gewesen. Es hätte einfach Sinn gemacht. Ob das im nächsten Jahr noch so ist, bezweifle ich.“

Stecker: „Es waren sehr viele Dinge ungeklärt“

Dabei kämpften die beiden Obmänner vor allem mit dem Faktor Zeit, wie etwa Tatzmannsdorfs Oberhaupt Manfred Bürger erklärte: „Es war sehr kurzfristig. In zehn Tagen so eine Entscheidung zu fällen, ist extrem schwer. Wir schließen das aber sicher nicht aus, denn solche Zusammenlegungen werden über kurz oder lang kommen.“

Ähnliche Töne hörte man auch von Oberschützens „Chef“ Werner Stecker: „Wir haben gesprochen, aber es waren sehr viele Dinge ungeklärt. Es wird aber irgendwann kommen, denn es wird immer schwerer, einen Verein alleine zu führen, dennoch wäre das in so kurzer Zeit nicht so einfach zu händeln gewesen.“

Dabei hofft vor allem das Trainerteam auf ein Umdenken in naher Zukunft. So erklärte Admira Wacker-Assistent Michael Horvath: „Ich bin weiter überzeugt von dieser Lösung. Es wäre schaffbar gewesen.“
Adorjan ging sogar noch weiter: „Bad Tatzmannsdorf wäre der optimale Partner gewesen. Ich weiß auch, dass der Zeitfaktor nicht einfach ist. Dennoch überwiegen in vielen Vereinen oft noch Eigeninteresse und Egoismen.“