Erstellt am 18. Mai 2016, 04:34

von Patrick Bauer

Pinkafelds Höhenflug: „Imponierend“ wird zum Hilfsausdruck. Nach dem grandiosen 6:0 über Deutschkreutz scheint der SC Pinkafeld schon gerettet – nur der Cheftrainer warnt noch.

Der Architekt. Thomas Pratl zählt trotz seiner jungen Jahre schon zu den Könnern seines Faches. Mit seinen Pinkafeldern steht er kurz vor dem Saisonziel. Foto: Bauer  |  NOEN, Bauer
Groß waren die Sorgenfalten bei Beobachtern des SC Pinkafeld, als zur Winterpause mit Dominik Weiss und Martin Kollowein zwei potenzielle Stammkräfte den Verein verließen. Würde das im Abstiegskampf der Liga reichen?

Dazu verließ auch Innenverteidiger Josef Balla den Traditionsklub und nachbesetzt wurden die Abgänge eigentlich „nur“ aus den eigenen Reihen. Fünf Spieltage vor dem Ende bleibt festzuhalten: Der SC Pinkafeld unter der Führung von Trainer Thomas Pratl machte alles richtig und das ist beeindruckend.

Alleine das 6:0 über Deutschkreutz, wo Kapitän Dominik Luif und Linksverteidiger Stefan Bundschuh gar noch fehlten, zeigte den Zusammenhalt und die Stärke der Pinkafelder, die enger zusammenrückten und sich selbst von temporären Rückschlägen nicht umwerfen ließen. „Wir bleiben auf dem Boden“, schob Coach Pratl jegliche Gratulationen zum Ligaerhalt beiseite und fügte an: „Natürlich sind wir zuversichtlich, aber wir brauchen mit Sicherheit noch ein paar Punkte.“

Dabei freute ihn natürlich der momentane Erfolg, gab das Lob aber gleich an seine Kicker, Trainerteam und auch an die Vereinsführung weiter: „Was sich da derzeit im Verein abspielt, ist stark. Wir haben auch schwierige Phasen sehr ruhig gemeistert.“

Positiv zudem: Der Nachwuchs, der im Sommer vielleicht noch nicht ganz so weit war, rückt immer näher an die Erste ran. Da kicken dann zum Beispiel Julian Knapp oder Martin Aus Der Schmitten einfach in der Burgenlandliga und stehen ihren Mann. „Die Entscheidungen, die getroffen wurden, scheinen zu fruchten, aber die endgültige Analyse folgt erst nach der Saison“, so Pratl, dessen Mannen in Klingenbach den nächsten Schritt machen könnten: „Wir werden top vorbereitet dorthin fahren.“ Wie so oft in letzter Zeit.