Erstellt am 14. Mai 2014, 11:18

von Daniel Fenz, Patrick Bauer und Carina Ganster

Stinatz: Zeichen auf Entspannung. Unterstützung / Beim ASKÖ Stinatz scheint es aufwärts zu gehen. Zumindest sprechen viele Indizien dafür — nicht nur sportlich.

 |  NOEN, Philipp Frank
Die Leistungen der Spieler beim ASKÖ Stinatz waren in dieser Rückrunde bis dato eindrucksvoll. Und neben dem sportlichen Hoch gibt es auch auf einem anderen Sektor eine Erfolgsmeldung: Das immer wieder auftauchende Gerücht von einem Aus des Sportvereins dürfte Geschichte sein. So zumindest die neuesten Meldungen. Aber der Reihe nach.

Lob auch von Manager Stipsits

Auffällig ist derzeit eines: Der Zusammenhalt innerhalb der Truppe. Trainer Josef Kreitzer schafften es, eine Einheit zu formen, die laut Manager Andreas Stipsits durch „dick und dünn“ geht. Dabei tauchen immer kuriosere Details auf. So sollen viele Spieler auf Prämien verzichten, um dem finanziell gebeutelten Verein zu helfen. Das bestätigt Obmann Gerald Koschitz: „Die Burschen spielen einfach mit Freude.“

Das unübliche Verhalten lobt auch Manager Stipsits: „In den letzten zehn Jahren hatten wir nie eine so charakterlich einwandfreie Truppe.“ Neben der „Großzügigkeit“ der Spieler entspannte sich auch die generelle Lage. So soll ein anonymer Unterstützer mithelfen, den Verein wieder zu konsolidieren.

Kein Rückschritt in die letzte Klasse

Auch die Gemeinde sorgt sich weiter um den Sportverein und versucht als Rettungsanker zu fungieren. Bürgermeister Andreas Stipsits ist es ein Anliegen, das es weitergeht. „Es ist wichtig, dass unsere Jugend eine Möglichkeit hat, sich sportlich zu beteiligen.“

Dabei enthalten sind 7.200 Euro, die hauptsächlich für die Jugend zur Verfügung stehen. An Patronanzen werden 1.000 Euro bezahlt und für Sachförderungen, sowie verschiedene Trainingsmöglichkeiten gibt es noch einmal rund 4.500 Euro. Untersagt wurde der Gemeinde unterdessen von der Gemeindeaufsicht die Haftungsübernahme. Laut Bürgermeister Grandits sei diese „vom Tisch“.

Dabei will Obmann Gerald Koschitz einen offiziellen Antrag auf Hilfe stellen. Dieser langte aber noch nicht im Gemeindeamt ein, wie das Stinatzer-Oberhaupt auf Nachfrage bestätigte. Gerüchte über einen Rückzug in die 2. Klasse wiesen die Verantwortlichen ins Reich der Fabeln ab. „Da wäre es noch schwieriger zu gesunden“, meint Obmann Koschitz und Manager Stipsits fügt an: „Definitiv kein Thema für uns.“

Man will einheimische Kicker zurückholen

Schwierig gestalten sich einzig die Planungen für die kommende Saison, denn derzeit ist ungewiss, ob man in der nächsten Saison in der Burgenlandliga kicken wird, oder eine Stufe darunter. „Das ist heuer keine einfache Aufgabe“, so Stipsits.

Solange es aber weitergeht, werden die Verantwortlichen auch das bewältigen. Einheimische Kicker sollen zurückgeholt werden und der Gros des heurigen Kaders beisammen bleiben. Damit der Verein eine solche Situation nie mehr erleben muss.