Erstellt am 07. Oktober 2015, 09:25

von Patrick Bauer

Unzufriedenheit gab den Ausschlag. Hannes Sauhammel ist nicht mehr Trainer beim USV Rudersdorf – für ihn übernahm Nachwuchscoach Harald Bacher.

Ende in Rudersdorf. Hannes Sauhammel, der vor allem in der Steiermark einige Erfolge feierte, wurde seiner Ämter entbunden.  |  NOEN, BVZ
Irgendwann war der Punkt gekommen, an dem es nicht mehr weiterging. Dieser war nach dem 0:2 gegen Buchschachen in der letzten Runde da und die Vereinsführung des USV Rudersdorf sah sich zum Handeln gezwungen: Hannes Sauhammel wurde seiner Ämter enthoben und ist nicht länger Cheftrainer beim Traditionsklub.

Verletztenmisere war nicht zu bewältigen

Dabei sind die Gründe vielschichtig. Zum einen die Verletztenmisere, die sich wie ein roter Faden durch die letzten eineinhalb Jahre zieht. Schon in der Vorsaison fehlten Sauhammel viele wichtige Kicker langfristig. So war Platz acht schon fast das Maximum, was der gebürtige Ollersdorfer herausholte.

In diesem Spieljahr wollte man nun ganz oben angreifen, aber wieder warf die Personalsituation dieses Vorhaben früh über Bord. Alleine am Wochenende gegen Heiligenkreuz mussten die Rudersdorfer auf sieben potenzielle Stammkräfte verzichten. Ein Aderlass, der kaum zu verkraften ist.

Das ist die eine Seite. Zum anderen war das Umfeld, auch weil die Ergebnisse fehlten, nicht mehr mit allem einverstanden, was Sauhammel machte.

Bis zur Winterpause – und dann?

„Seit geraumer Zeit war eine gewisse Unzufriedenheit zu spüren“, sagte der Sportliche Leiter Klaus Pumm, der im Namen des Vereins, dem scheidenden Coach für die Zukunft aber alles Gute wünschte. „Bei unserer Verletztenliste hätten selbst Jose Mourinho oder Pep Guardiola ihre Probleme.“ So endete die „Beziehung“ Sauhammel/Rudersdorf nach 14 Monaten.

Auf unbestimmte Zeit wurde nun der im Nachwuchs tätige Harry Bacher als neuer Coach bestimmt. Wie lange diese Liaison dauern wird, ist ungewiss. „Wenn wir jetzt sechsmal gewinnen, werden wir kaum etwas ändern“, so Pumm, der anfügte: „Wir sind so verblieben, dass wir das jetzt bis zur Winterpause durchziehen und dann einfach weitersehen.“