Erstellt am 17. September 2014, 23:59

von Philipp Heisz

Den Rasen geschont. Ritzing-Obmann Harald Reiszner untersagte das Spiel der 1b gegen 7023 Z-S-P. Folgt eine Neuaustragung oder ein 0:3?

Hoffnung. Ritzing-Teammanager Norbert Hofer hofft auf eine Neuaustragung des 1b-Spiels.  |  NOEN, zVg

Fußballfans, die am Samstag um 19.15 Uhr im Ritzinger Sonnensee-Stadion das Spiel der 2. Liga Mitte-Teams Ritzing 1b gegen den SV 7023 ZSP sehen wollten, mussten sich damit zufrieden geben, dem Platzwart bei seiner Arbeit zuzusehen. Direkt nach dem Ostliga-Spiel gegen Parndorf wurde mit der Sanierung des Rasens begonnen.

Obmann Harald Reiszner begründet das Vorgehen: „Der Stadionrasen war butterweich. Zwei Spiele hätte er nicht durchgehalten. Jeder weiß, was eine Rasensanierung kostet. In acht Tagen steigt das ÖFB-Cupspiel gegen den SV Horn.“ Ganz so einfach ist der Fall jedoch nicht. Denn während jeder andere Verein an diesem Wochenende seine Spiele der Reservemannschaft absagen durfte, wird das 1b-Team des Regionalligisten wie eine Kampfmannschaft behandelt. Daher konnte nur der Referee das Spiel absagen.

Ab 13 Uhr versucht, die Partie abzusagen

Teammanager Norbert Hofer war ab Samstag 13 Uhr damit beschäftigt, das Spiel ordnungsgemäß abzusagen: „Ich habe mich bei Besetzer Stefan Berlakovich informiert. Die einzige Möglichkeit den Rasen zu schonen war ein vorübergehendes Nichtantreten. Das kann aber nur der Referee im System eintragen. Daher fanden sich Schiedsrichter Michael Gangl und auch die ZSP-Spieler und Funktionäre im Stadion ein. Tatsache ist, dass nun der Straf- und Meldeausschuss (STRUMA) entscheiden muss. Hofer gibt sich zuversichtlich: „Wir haben dem Gegner auch angeboten auf den Kunstrasen auszuweichen, was dieser jedoch ablehnte. Dafür habe ich natürlich Verständnis. Ich rechne mit einer Neuaustragung.“

Die ZSP-Verantwortlichen sehen die Sachlage naturgemäß anders und rechnen mit den drei Punkten am grünen Tisch. „Sollte die Entscheidung so fallen, was ich nicht hoffe, müssen wir auch damit leben“, sagt Hofer. Für die Zukunft soll für solche Extremfälle vorgebaut werden. So steht im Raum, die Anlage in Lackendorf wieder für Meisterschaftsspiele des 1b- Teams spielfähig zu machen.