Erstellt am 12. Dezember 2012, 00:00

„Als Profi Fuß fassen“. Interview / Nach 18 Toren im Herbst ist das Interesse an Draßburgs Angreifer Marjan Markic sehr groß. Für ihn kommt derzeit nur ein Wechsel in die Bundesliga in Frage.

Der in Klingenbach lebende Marjan Markic (r.) und der Osliper Andreas Walzer bildeten meist das Stürmerduo des ASV Draßburg.A. Wagentristl  |  NOEN

BVZ: Mit 18 Toren in der Hinrunde führst du die Torschützenliste der BVZ Burgenlandliga deutlich an. Bist du mit deiner Leistung zufrieden?

Marjan Markic: Eigentlich habe ich mir 20 Tore als Ziel für die gesamte Saison gesetzt. Dass es nach dem Herbst bereits 18 Treffer sind, freut mich. Dennoch bin ich nicht ganz zufrieden, da ich in den letzten zwei Spielen nicht getroffen habe. Mit 20 Toren nach der Hinrunde wäre ich zufrieden gewesen.

 

Die Gerüchteküche brodelt. Liegen Angebote von höherklassigen Klubs vor?

Markic: Die Angebote laufen über meinen Berater. Aber es ist richtig, dass es einige Anfragen gibt. Die Profi-Vereine Altach, FC Lustenau und Vienna sind sehr interessiert. Aber ein Wechsel ins Profitum kommt nur in Frage, wenn das Angebot sowohl sportlich als auch finanziell lukrativ ist. Ich bin derzeit bei der Firma Hotwell in Klingenbach beschäftigt und daher müsste ich meine Arbeit aufgeben.

 

Die Vereinbarung mit BVZ Burgenlandligist Draßburg war eigentlich nur bis zur Winterpause gedacht. Kann Trainer Christian Rotpuller im Frühjahr noch mit dir planen?

Markic: Ich war von Anfang an sehr ehrlich zu den Verantwortlichen des ASV Draßburg. Sie wissen, dass ich den Klub im Winter nur verlassen werde, wenn ein Angebot aus der Bundesliga vorliegt. Bei einer Anfrage aus der Ersten Liga müsste ich die Vor- und Nachteile abwiegen. Ein Wechsel in die Regionalliga kommt nicht in Frage. Da bleibe ich lieber bis Sommer in Draßburg und mache weiter auf mich aufmerksam.

 

Warum ist es im Herbst für den ASV Draßburg so gut gelaufen?

Markic: Das Trainerteam lässt uns im 4-2-3-1-System sehr offensiv spielen. Das sieht man auch an den erzielten Treffern. Wir haben die meisten aller Klubs erzielt. Ich verstehe mich mit Spielmacher Andreas Walzer und Elmir Hrustanbegovic sehr gut. Das sieht man auch im Spiel. Wir suchen uns in der Offensive immer wieder. Aber für einen Spitzenklub haben wir mit 22 Toren zu viele erhalten. Manche davon waren absolut vermeidbar. Deshalb ist der Abstand zu Herbstmeister Neuberg auch so groß.

 

Welche Ziele hast du dir für die Rückrunde sowie für deine weitere sportliche Zukunft gesetzt?

Markic: Wenn ich auch im Frühjahr noch in Draßburg spiele, habe ich mir 30 bis 35 Tore für die gesamte Spielzeit zum Ziel gesetzt. Dann hoffe ich, dass ich mir den Verein aussuchen kann. Es wird aber immer schwieriger Tore zu schießen, da immer zwei Gegenspieler auf mich aufpassen und mich nie aus den Augen lassen. Langfristig will ich unbedingt Profi werden und so hoch wie nur möglich spielen.

 

Mit deinem Cousin Danijel hast du bisher immer zusammengespielt. Wie soll das in Zukunft aussehen, wenn du vielleicht Profi wirst?

Markic: Ja das ist korrekt, wir haben bisher immer gemeinsam bei allen Klubs gespielt. Natürlich wird es dann schwierig, gemeinsam zu kicken. Aber ich mache mir um Danijel keine Sorgen. Er ist ein sehr robuster und zweikampfstarker Spieler, der im Defensivbereich alle Positionen spielen kann. Das hat er im Vorjahr in der Regionalliga Ost beim SC Ritzing unter Beweis gestellt. Er wird seinen Weg gehen.

 

Der SVM ist das Aushängeschild im burgenländischen Fußball. Wie findest du den Weg, den der Klub geht?

Markic: Mattersburg ist ein Top-Verein, der junge Spieler forciert. Der Weg ist absolut der richtige. Mit der Akademie haben Burschen eine große Chance, ihren Traumberuf zu verwirklichen.

Interview: Manuel Takacs