Erstellt am 28. Januar 2015, 09:59

von Christopher Ivanschitz

Bittere Niederlage im Spitzenspiel. In einer überschaubaren Partie setzten sich die Sankt Pölten Dragons mit 64:52 durch und festigten Platz eins.

Corey Hallett (r.) und seine Mattersburg Rocks hatten gegen den Leader aus St. Pölten meist das Nachsehen. Erst im Schlussdrittel kamen die Hausherren auf Touren und brachten noch einmal Spannung in die Partie. Die Aufholjagd kam jedoch zu spät und somit musste man sich dem Favoriten vor heimischer Kulisse geschlagen geben.  |  NOEN, zVg

Am vergangenen Sonntag kam es in der Mattersburger Sporthalle zum Spitzenspiel der zweiten Basketball Bundesliga. Die Hausherren empfingen den Tabellenführer aus St. Pölten und hatten somit die Möglichkeit wieder gleichzuziehen. Letztendlich wurden die Gäste ihrer Favoritenrolle jedoch gerecht, setzten ihren bärenstarken Lauf fort und feierten einen 52:64-Erfolg.

Dragons verteidigten aggressiv

Die 250 Fans mussten sich in der Anfangsphase der Begegnung mit einer mäßigen Partie zufrieden geben, wobei beide Mannschaften einer defensiven Taktik folgten und zahlreiche Fouls das Spiel prägten. Die Gäste erwischten zwar den besseren Start, bis zum Ende des ersten Viertels hatte der BKM aber beinahe egalisiert – 9:10 der magere Zwischenstand nach zehn Minuten.

Danach übernahmen die Dragons mit aggressiver Verteidigung und schnellem Umschaltspiel das Kommando, stellten die Rocker vor gröbere Probleme und erhöhten in dieser Phase auf 22:11. Die Antwort des Triple-Meisters ließ dieses Mal leider auf sich warten, in der Defense konnten Kapitän Stefan Ulreich und seine Kollegen nicht den gewohnten Druck aufbauen, wodurch man sich oft nur mit Fouls helfen konnte. Und somit ging man mit einem Rückstand von 19:32 in die Kabinen zum Pausentee.

Nach dem Wiederbeginn kam es für die Hausherren noch schlimmer. Martin Speiser versenkte einen Jumpshot und markierte mit dem 38:19 die höchste Führung für St. Pölten in diesem Aufeinandertreffen.

Lebenszeichen kam zu spät

Nun wachte der BKM endlich auf, Sebastian Gmeiner verwertete zwei Dreier und sorgte damit für ein Lebenszeichen der Rocks. In der Defense wurden die Schrauben angedreht und im Schlussabschnitt kam man sogar noch einmal gefährlich nahe. Kurz vor dem Ende schrumpfte der Vorsprung der Gäste bis auf drei Zähler, die heimischen Fans sorgten noch einmal für Stimmung und peitschten die Mattersburger voran. Mit zwei vermeidbaren Ballverlusten vergab man jedoch die Chance auf einen Punktegewinn. Die Dragons setzten sich letztendlich mit 64:52 durch und verwalteten somit die Tabellenführung.

„Mit nur einem guten Viertel kannst du gegen St. Pölten nicht gewinnen. Das ist einfach zu wenig“, resümierte Rocks-Coach Mike Coffin, der sich kommende Woche in Salzburg eine Leistungssteigerung seiner Truppe im Titelrennen erwartet.