Erstellt am 15. April 2015, 06:40

von Alfred Wagentristl

Finale knapp verpasst. 2. Bundesliga Ost / Nach drei Meistertitel in Folge mussten sich die Mattersburg Rocks heuer bereits im Play-Off-Halbfinale verabschieden.

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In einem spannenden Entscheidungsspiel der „Best-of-Three“-Serie kämpfte sich der Triple-Champion aus Mattersburg im Stile eines Meisters souverän zurück, um dann in den letzten Sekunden hauchdünn mit 68:70 den Kürzeren zu ziehen. Somit sicherten sich die Vienna Timberwolves mit dem Sieg im entscheidenden Spiel den Aufstieg ins Finale, wo es gegen die Chin Min Dragons aus Sankt Pölten zur Sache geht.

Wie schon im ersten Duell hatten die Wölfe den besseren Start und gingen kurz vor Ende des ersten Viertels mit 22:11 in Front. Der BKM mühte sich zu Punkten und schaffte es zu selten, die Schlüsselspieler der Wiener in Schach zu halten. Obwohl sich stets Fehler im Aufbauspiel einschlichen, fand man über Andre Stephens und Corey Hallett die richtigen Antworten und somit blieb der Rückstand zumindest über weite Strecken der ersten Hälfte im einstelligen Bereich.

Ungeachtet dessen machten die 150 Rocks-Fans tolle Stimmung und trieben ihre Mannschaft unermüdlich an. Zunächst sollte auch das noch nicht helfen, nach einem erfolgreichen Wurf von Legionär Ivan Krolo hieß es sogar 48:34 für die Wolves.

Rocks kämpften sich zurück ins Spiel

Angetrieben von David Jandl steckte der BKM jedoch nie auf, bewies Herz und verkürzte minütlich. Vor den letzten zehn Minuten betrug die Punktedifferenz aus burgenländischer Sicht neun Punkte. Dann wachte der Meister auf und plötzlich klappte es auch in der Offense, während die Wiener Führung schmolz.

Ein spektakulärer Slam-Dunk von Center Corey Hallett bedeutete das 52:54 und wenig später brachte David Jandl seine Farben per Freiwurf sogar erstmals in Führung. Die Erinnerungen an das Vorjahresfinale wurden wach, als die Timberwolves ebenfalls eine große Führung in den Wind setzten und sich Mattersburg zum Triple-Champion krönte. Geschichte wiederholt sich jedoch nicht immer.

Ex-Rocker David Geisler verwandelte einen Gegenangriff zum Endstand von 70:68, ganze 22 Sekunden vor der Sirene. Mit dem letzten Angriff im Spiel ging Rocks-Captain Stefan Ulreich unter den Korb, ein Lay-up in starker Bedrängnis fand allerdings nicht sein Ziel und alle drei Pfeifen der Unparteiischen blieben stumm. Obmann Andi Gschiel in seinem ersten Resümee: „Die Saison hat leider etwas früher als erhofft geendet, aber wir können trotzdem zufrieden sein.“