Erstellt am 23. April 2014, 09:09

„Befassen uns nicht mit diesem Thema“. Kein Interesse / Sollte Parndorf aus der Bundesliga absteigen, hat Marz, laut Dani Schmidl, kein Interesse am Aufstieg in die Ostliga.

Trainer Josef Kühbauer (r.) möchte in Zukunft möglichste viele Talente wie Anil Yesil (l.) in die Kampfmannschaft des ASK Marz einbauen.  |  NOEN

Der Titelkampf in der BVZ Burgenlandliga ist längst entschieden. Die Parndorf Amateure liegen 17 Punkte (57 Zähler) vor dem ersten Verfolger, dem ASK Marz (40 Punkte), und 19 Zähler vor den drittplatzierten Neusiedlern (38 Punkte). Im Lager des überlegenen Tabellenführers hat man das Ziel „Aufstieg in die Regionalliga Ost“ über die gesamte Spielzeit intensiv verfolgt.

Das große Fragezeichen ist und bleibt die Profi-Mannschaft in der Ersten Liga. Denn wenn dieser der Ligaverbleib in Österreichs zweithöchster Spielklasse nicht gelingt und sie in die Ostliga absteigt, sind die Amateure naturgemäß nicht zum Aufstieg in die Regionalliga berechtigt. Daher könnte in der Endabrechnung Rang zwei zum Gang in die dritthöchste Spielklasse reichen. Für den auf Rang drei liegenden NSC ist dies ein großes Thema, für die zweitplatzierten Marzer aber eher nicht.

„Wir haben uns damit nicht befasst, weil wir glauben, dass wir die Saison eher nicht auf Rang zwei abschließen werden. Dieser Schritt wäre aus meiner Sicht derzeit noch zu groß. Vor allem in finanzieller Hinsicht“, sagt der Sportliche Leiter der Marzer, Daniel Schmidl, der sich in der Rückrunde mit Trainer Josef Kühbauer zum Ziel gesetzt hat, die nächsten Youngsters in die Kampfmannschaft einzubauen. Dieses Vorhaben schreitet Woche für Woche voran.

Das Ziel ist es junge Spieler auszubilden 

Beim 2:2 gegen Pinkafeld standen mit Manuel Gausch und Uygun Can zwei 17-jährige Akteure in der Startformation. „Es ist das Ziel des Klubs, junge Spieler auszubilden und in die Kampfmannschaft einzubauen. Bei uns können sich Talente ins Rampenlicht spielen. Das hat man auch bei den zu den SVM Amateuren abgewanderten Leistungsträgern Markus Knebel und Christopher Grafl gesehen“, so Schmidl, der den größten Teil der Spieler auch für die kommende Saison 2014/15 weiter verpflichten möchte.

Ob es den Verantwortlichen gelingt, alle Akteure zu halten, bleibt offen. Mirza Sejmenovic, Führender der Torschützenliste mit 21 Volltreffern, wird von diversen größeren Klubs umworben. „Das ist klar, dass Mirza begehrt ist. Wir werden uns mit ihm in aller Ruhe zusammensetzen und sehen, was möglich ist“, berichtet der Verantwortliche und fügt hinzu: „Wir wollen im Herbst gut aufgestellt sein, dafür bedarf es noch Korrekturen.“