Erstellt am 23. November 2011, 00:00

Bronze beim Highlight. JUDO / Polizei-Judoka Holger Hanbauer holte bei der Heim-Europameisterschaft den dritten Platz in der Altersklasse M2.

Perfektes Ende. Holger Hanbauer sicherte sich in Leibnitz Bronze. ZVG  |  NOEN
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VON MICHAEL WELLER

Für die heimischen Judo-Aktiven war es das Highlight des Jahres schlechthin – die Europameisterschaften in Leibnitz (Steiermark). Unter den 600 Kämpfern aus 31 Nationen war auch der Mattersburger Polizist Holger Hanbauer mit dabei. Er startete für den Polizeisportverein Burgenland in der Altersklasse M2 (35-39 Jahre, Gewichtsklasse 81-90 Kilogramm).

Nach den tollen Erfolgen in der Vorbereitung wollte der Mattersburger trotz Knieverletzung auch beim Saisonabschluss eine gute Leistung erzielen. Mental hoch motiviert kontrollierte Hanbauer seinen ersten Kampf gegen den Slowaken Vladimir Toronyi und konnte ihn mit einer Kontertechnik am Stand „Wazari“ (halber Punkt) werfen und so den Kampf über die Zeit gewinnen.

Meniskus-Operation  zum Saisonende

In der zweiten Runde stand Hanbauer dem Russen Vladimir Sergeev gegenüber. Dieser ließ kaum Techniken zu und so geriet der Mattersburger mit zwei Strafen wegen Inaktivität in Rückstand. Nach weiteren Versuchen konnte der Polizist 17 Sekunden vor Ablauf der Kampfzeit seinen Gegner erneut mit Wazari werfen und so den Kampf für sich entscheiden. Erst der dritte Kontrahent um den Einzug ins Finale erwies sich als eine Nummer zu groß. Aynur Timerbaev aus Russland ging seinerseits mit einem Wazari in Führung und ließ sich diesen Vorsprung nicht mehr nehmen.

Damit ging es für Hanbauer um Platz drei gegen den Deutschen Denis Janocha. Schon nach einer Minute war der Kampf entschieden, als der Burgenländer mit seinem Spezialwurf die höchste Wertung erhielt und somit die Bronze-Medaille gewinnen konnte. „Ich bin überglücklich, dass ich trotz meiner Knieprobleme die Saison mit einer Medaille beenden konnte. Leider muss ich jetzt operieren gehen, hoffe aber im Frühjahr wieder an die heurigen Leistungen anknüpfen zu können“, so Hanbauer.