Erstellt am 27. Februar 2016, 20:58

von Bernhard Fenz

Bürger erlöste Matterburg in 87. Minute mit 1:1. Der WAC hat den eigenen Auswärtsfluch auch am Samstag nicht beenden können. Die Kärntner mussten sich in Mattersburg mit einem 1:1-(1:0)-Remis begnügen und sind damit in der Fremde schon 24 Partien sieglos.

 |  NOEN, Bernhard Fenz
Somit gelang seit dem 24. Oktober (2:1 gegen Altach) zwar kein Dreier im Pappelstadion, zumindest erkämpfte sich Grün-Weiß aber noch einen Punkt.
 
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MATTERSBURG – WAC 1:1. Dabei standen die Vorzeichen nach dem 2:2 bei der Wiener Austria (wo den Mattersburgern in numerischer Unterlegenheit noch der späte Ausgleich gelang) gar nicht schlecht, dass Grün-Weiß daheim endlich wieder einmal ein Dreipunkter gelingen könnte. Gegner WAC war als Schlusslicht quasi zum Siegen verpflichtet, das Team von Ivo Vastic wiederum konnte nach vier Punkten in der Fremde verhältnismäßig locker und vor allem mental gestärkt ans Werk gehen.



Aber was hilft das alles, wenn es die Torstange anders wollte. 9. Minute: Ex-Mattersburg-Profi Manuel Seidl wurde im Zuge eines raschen Gegenstoßes per Stangler bedient – sein Abschluss prallte vom Pfosten auf den Rücken von Gaolie Markus Kuster und von dort aus ins Tor.

Drei Minuten davor scheiterte Legionär Jano aus verheißungsvoller Freistoß-Distanz. Es sollte eine der besten Mattersburger Gelegenheiten vor der Pause bleiben. Die Burgenländer agierten zwar optisch überlegen, schafften aber zu selten den Durchbruch in die richtig gefährliche Zone. Und wenn, dann fehlte der optimale Abschluss, etwa als Florian Templ in Minute 22 energisch Richtung WAC-Gehäuse marschierte, sein Querpass fand aber keinen potenziellen Torschützen, sprich Abnehmer. Markus Pink wiederum ballerte eine Vorlage von Patrick Farkas in die Wolken – der Ball versprang sich ein wenig, die pinksche Rückenlage vom Elfer aus tat ein Übrigens… 

Versöhnliches Ende mit dem Ausgleich

Nach dem Wechsel wurden die Angriffe der Burgenländer energischer, der Torerfolg blieb aber trotzdem (noch) aus. So etwa, als der äußerst spielfreudige Thorsten Röcher im Zuge eines Konter-Solos Höller bediente, wieder angespielt wurde, aber dann einen Gegner statt das Tor beim vermeintlichen Ausgleich traf (62.). Sechs Minuten später stieg Pink nach Röcher-Flanke in die Höhe, verzog aber per Kopf aus kurzer Distanz.

Und doch sollte es noch zum Ausgleich reichen. Einerseits, weil die Gäste zu wenig im Spiel nach vorne machten und sich nur noch auf die Defensive beschränkten (bei einem Konter vergab der eingewechselte Marc Andre Schmerböck das 0:2), andererseits, weil die Burgenländer dann mit einem Elfmeter „belohnt“ wurden.

Erst parierte WAC-Goalie Alexander Kofler einen Kopfball von Thorsten Mahrer noch hervorragend (85.), dann aber jubelten die SVM-Profis. 86. Minute: Nach einem Kopfball ging Patrick Bürger zu Boden, Referee Christopher Jäger entschied auf Elfer – eine sehr harte Entscheidung. Den Mattersburgern wird das aber herzlich egal sein, Bürger trat an und traf souverän ins Eck zum 1:1-Ausgleich. Es war ein versöhnliches Ende einer Partie, in die Grün-Weiß viel investierte und am Ende doch noch mit einem Punkt abschloss.
Weiter geht es für den SV Mattersburg nun am Mittwoch (18.30 Uhr) mit der Auswärtspartie beim SK Rapid.   
 
STIMMEN
 
Patrick Bürger: „Ich habe eine Berührung gespürt und bin gefallen.“
 
Thorsten Röcher: „Im Endeffekt müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein. Wir waren zwar die bessere Mannschaft, aber da wir lange dem Tor nachgelaufen sind, nehmen wir das Unentschieden nun doch zufrieden zur Kenntnis.“
 
Jano: „Vor der Pause hatten wir schon mehr Chancen, aber der letzte Pass ist da zu oft nicht gekommen. Letztlich muss man nun mit dem Unentschieden zufrieden sein.“
 
SVM-Trainer Ivo Vastic: „Sicher war der Elferpfiff eine glückliche Entscheidung für uns. Positiv ist, dass wir heute sehr viel investiert haben. Durch eine Unaufmerksamkeit sind wir in der ersten Halbzeit in Rückstand geraten, vor der Pause hat leider oft der letzte Pass gefehlt. Trotzdem haben wir nie aufgegeben. Vom Engagement her war das sicher eine gerechte Punkteteilung.“
 
WAC-Trainer Heimo Pfeifenberger: „Da war gar nichts, da kann man nicht Elfmeter pfeifen. Für uns ist das sehr bitter. Nach der Pause haben wir in unser Offensivspiel nicht so viel investieren könne, Mattersburg hat das auch sehr viel Druck gemacht, aber ohne den Pfiff hätten wir das drübergebracht. Alles in allem war es aber eine gerechte Punkteteilung.“
 
STATISTIK
 
MATTERSBURG – WAC 1:1 (0:1).- Torfolge: 0:1 (9.) Seidl, 1:1 (87.) Bürger (Foulelfer).
Gelb: Maksimenko (33., Foul); Jacobo (57., Foul), Quedraogo (74., Unsportlichkeit), Rnic (82., Foul).
SR: Jäger- Pappelstadion, 2.700.
Mattersburg: Kuster; Höller, Mahrer, Maksimenko, Farkas; Jano, Prietl, Perlak (46. Ertlthaler), Röcher; Templ (66. Bürger), Pink (81. Ibser).
WAC: Kofler; Standfest, Sollbauer, Rnic, Baldauf; Tschernegg, Seidl (71. Rabitsch); Jacobo, Silvio (90. Hellqvist), Wernitznig (60. Schmerböck); Quedraogo