Erstellt am 24. August 2016, 08:57

von BVZ Redaktion

Eine Stange sorgt für mächtigen Wirbel. Der Deutschkreutzer 2:1-Erfolg über Wimpassing hat ein Nachspiel. Am Ergebnis wird sich jedoch nichts mehr ändern.

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Bei der jüngsten Sitzung des Straf- und Meldeausschusses (STRUMA) wurde auch das Match zwischen dem FC Deutschkreutz und dem SV Wimpassing behandelt. Die Gäste legten einen Protest gegen die 1:2-Auswärtsniederlage ein, da sie sich unfair behandelt fühlten. Was war passiert?

Wie bereits in der Vorwoche berichtet, traf Goalgetter Eldar Topic aus kurzer Distanz zum vermeintlichen 1:1 ins Tor. Zunächst gab Schiedsrichter Thomas Paukovits den Treffer, nach kurzer Besprechung und nach Intervention seines Assistenten, wurde der Treffer dann doch aberkannt. Topic schoss, laut Wimpassinger Aussagen, ins Tor – jedoch verläuft direkt hinter dem Gehäuse die Zuschauerabsperrung, von welcher der Ball scheinbar dann wieder zurückgeprallt und in den Händen von Deutschkreutz-Goalie Didi Dank gelandet war.

Schiedsrichter-Gespann entschied auf Abstoß

Das Schiedsrichter-Gespann entschied dann auf Abstoß. Bei der STRUMA wurde nun der Sieg der Mittelburgenländer bestätigt, woraufhin Wimpassing-Obmann Richard Lochar die Sache seinem Anwalt übergab. „Ich lasse mich sicher nicht zum Narren halten. Am Dienstag (16.8.2016) bekam ich vom BFV die Durchführungsbestimmungen für diese Saison (der dritte Spieltag war da bereits absolviert!) per Mail zugeschickt. Darin steht groß bei Paragraph 3 (Vorsorge für Wettspiele) Absatz 6 groß geschrieben – die Zuschauerabsperrung muss mindestens drei Meter vom Tor entfernt sein. Das ist hier aber nicht der Fall“, zeigte sich Lochar verärgert.

Weiters fügte der Vereinsboss an: „Ich wurde von den Herren der STRUMA nur abgewimmelt. Das sei so und Schiedsrichterentscheidungen seien Tatsachenentscheidungen. Mir geht es gar nicht mehr so darum, ob der Ball im Tor war oder nicht. Der BFV verlangt, dass sich alle an die Regeln halten, tut es aber selber nicht. Dann kann ich die Durchführungsbestimmungen gleich verbrennen. Wozu werden die Sportplätze kommissioniert. Wenn alles ordnungsgemäß geprüft worden wäre, dann hätte das nicht passieren können.“

Der Platz wurde ordnungsgemäß kommissioniert"

Der FC Deutschkreutz schaffte in der Saison 2014/15 den Aufstieg in die BVZ Burgenlandliga. Damals wurde der Platz von Ex-Liga-Obmann Franz Granabetter persönlich kommissioniert. Daher gibt man sich seitens der Deutschkreutzer gelassen. „Wir haben das Thema schnell abgehakt. Der Platz wurde ordnungsgemäß kommissioniert und ehrlich gesagt weiß ich bis heute nicht, ob der Ball nun wirklich im Tor war oder nicht“, erklärt Deutschkreutz-Trainer Roman Fennes.

Der Vorwurf von Wimpassing-Trainer Markus Kernal, der medial gefordert hatte, dass die Deutschkreutzer zugeben sollten, dass der Ball im Tor war und nur eine Neuaustragung gerecht wäre, prallt an Fennes ab: „Der Kollege hat es selber nicht gesehen. Er stand noch zehn Meter weiter weg als ich. Seine Spieler haben Tor reklamiert, meine sagen, der Ball war nicht im Tor. Wenn sie einen Beweis für das Tor haben hätten sie ihn vorbringen können.“ Seitens des Heimvereins gibt es übrigens keinen Videobeweis. „Seit ich Trainer bin, habe ich noch kein Spiel filmen lassen“, so Fennes. Es steht also weiterhin Aussage gegen Aussage.

Fall wandert zum Protestkomitee

Der Fall wandert nun zum Protestkomitee. Die Erfolgschancen der Wimpassinger sind allerdings - was den Ausgang des Spiels betrifft - eher gering einzuschätzen. Fest steht, dass der Platz in Deutschkreutz durch Liga-Obmann Josef Pekovics neu kommissioniert wird. Danach wird entschieden, ob es baulicher Veränderungen bedarf und ob diese schon vor dem nächsten Heimspiel am kommenden Freitag gegen Oberwart durchgeführt werden müssen.