Erstellt am 10. Juni 2015, 10:36

von Alfred Wagentristl

Obmann-Wechsel: "Es ist Zeit für mich". Beim SV Forchtenstein sollte rasch ein Nachfolger für Langzeit-Boss Rudolf Vasik (74) gefunden werden - dieser dankt ab.

Rudi Vasik wird nach 25 Jahren Obmann-Ära seinen Sessel räumen.  |  NOEN, zVg

Seit 25 Jahren führt der fast 75-jährige Rudi Vasik sehr erfolgreich die Geschicke des SV Forchtenstein. Man darf getrost sagen, dass einiges passiert ist in seiner Amtszeit: Eine Flutlichtanlage wurde genauso errichtet wie eine Beregnungsanlage für den Platz – dazu das Prunkstück, das Kabinengebäude, das seinesgleichen in der Liga sucht.

Überdurchschnittlich viele Eigenbauspieler

Dazu wurde knapp zehn Jahre in der höchsten Liga des Landes gekickt und immens Wert gelegt auf die Nachwuchsarbeit, deren Früchte man ja bereits erntet. Kein BVZ Burgenlandliga-Klub spielt mit so vielen Eigenbauspielern wie der SV Forchtenstein. Auch aus wirtschaftlicher Sicht steht der Verein blendend da.

„Und das trotz der bitteren Pille, die wir seitens der Gebietskrankenkasse und des Finanzamts unerwarteterweise schlucken mussten. Hier standen uns Menschen zur Seite, die zwar namentlich nicht genannt werden möchten, die uns jedoch unglaublich geholfen haben“, erzählt der scheidende Obmann. Die mäßige Burgenlandliga-Saison sieht er sehr entspannt im Rückspiegel: „Wir haben uns wenig vorzuwerfen, es ist nicht selbstverständlich mit einem derart geringen Budget in der BVZ Burgenlandliga zu spielen.“ Die Suche nach einem Nachfolger läuft beim SVF zurzeit auf Hochtouren. Allerdings drängen sich In schweren Zeiten die Kandidaten nicht gerade auf.

Obmann Vasik: „Mein Entschluss steht fest“

Was ist, wenn auf die Schnelle kein Nachfolger gefunden wird? „Mein Entschluss steht fest. Es ist Zeit für mich, außerdem bin ich leider auch gesundheitlich ein wenig angeschlagen.“ Ob er dem Verein verbunden bleibt? „Wenn man mich braucht selbstverständlich, nur nicht an vorderster Front, das kommt nicht mehr infrage.