Erstellt am 15. Dezember 2010, 00:00

„Der ASV Draßburg kann noch unter Druck gesetzt werden“. 2. LIGA MITTE / Robert Horvath, der BVZ-Burgenlandliga-Absteiger Forchtenstein einvernehmlich verließ, traut dem Team einiges zu.

VON MICHAEL HEGER

Letzte Woche gab der SV Forchtenstein bekannt, dass er sich von Coach Robert Horvath einvernehmlich trennen und statt ihm Ludwig Tuba auf den Trainerstuhl hieven wird. Wir sprachen mit dem scheidenden Mattersburger über die Details.

BVZ: Was waren die konkreten Gründe für die Trennung vom SV Forchtenstein.

Robert Horvath: Die Trennung an sich ist sehr korrekt verlaufen, so wie das Verhältnis zum Vorstand in den ganzen fünf Jahren sehr korrekt war.

Fünf Jahre sind eine lange Zeit und ich habe gewisse Abnützungserscheinungen im Verhältnis zwischen mir und der Mannschaft feststellen können. Es war einfach nicht mehr der Biss und der unbedingte Willen im Training da. Auch die Trainingsbeteiligung ließ bei einigen Spielern zu wünschen übrig. Außerdem hat der Abstieg aus der Burgenlandliga noch sehr an mir genagt.

BVZ: Hatte Ihre Mannschaft das Zeug zum Wiederaufstieg?

Horvath: Ich denke schon, doch um Meister zu werden müssen alle voll dabei sein. Da kann man sich solche Dinge wie die Urlaube zweier Spieler während der Meisterschaft einfach nicht erlauben.

BVZ: Können Sie dem Trainerwechsel etwas Positives abgewinnen?

Horvath: Ich denke, dass für die jungen Spieler ein neuer Reiz in Form eines neuen Trainers ganz gut ist. Da können sich sicher noch einige weiterentwickeln. Der ASV Draßburg kann mit einer Verstärkung sicher noch ordentlich unter Druck gesetzt werden.

BVZ: Wie sieht Ihre persönliche sportliche Zukunft aus?

Horvath: Ich denke noch nicht ans Aufhören. Ich möchte gerne wieder eine Mannschaft übernehmen. Wenn es bereits demnächst ist, habe ich auch kein Problem damit. Bisher hat sich aber noch nichts Neues ergeben. Ich bin aber nach allen Seiten offen. Wenn sich ein ambitionierter Verein meldet, werde ich sicher ein offenes Ohr haben.