Erstellt am 22. Januar 2014, 11:00

von Martin Ivansich

Die Freiheit hier, die Präzision dort. Nationale Spitze / Wolfgang Wochner fährt gut Ski und ist begeisterter Fallschirmspringer – herauskommt ein Para-Ski-Sportler.

Wolfgang Wochner empfindet genau in diesem Moment – wenn er aus dem Hubschrauber springt – das Gefühl von Freiheit. Privat  |  NOEN
Von Martin Ivansich

PARA-SKI /  Im Rahmen der World Series in St. Johann im Pongau nahm der Eisenstädter Wolfgang Wochner vom Team BitStudio kürzlich an der Para-Ski-Staatsmeisterschaft teil.

Österreichweite Nummer eins

„Es ist das Gefühl der Freiheit, wenn man aus dem Hubschrauber springt und sich wenige Momente später wieder voll auf den Sport konzentriert“, bringt es Wochner auf den Punkt, was für ihn die Faszinierung des Para-Ski ausmacht.

Und genau das beherrscht der 34-Jährige sehr gut — bei der Staatsmeisterschaft/World Series sogar fast perfekt. Wochner war beim Springen der zweitbeste Teilnehmer, Starter aus der ganzen Welt wagten sich nach unten. Österreichweit war der dreifache Familienvater sogar die Nummer eins, ein sensationelles Ergebnis.

Baumgartner als Talisman

Vielleicht war ja der Pilot des Hubschraubers — Extremsportler Felix Baumgartner — ein gutes Omen für den Wahl-Burgenländer. In Summe bedeutete dieser zweite Platz gepaart mit dem Ergebnis beim Skifahren Platz 22 und Rang neun in der Österreicher-Wertung.

Seit 17 Jahren ist Wochner der Leidenschaft Fallschirmspringen verfallen. Para-Ski betreibt er seit der Saison 1998/99. „Weil mein Herz einfach dafür schlägt“.

An Nummer eins steht jedoch für Wochner ganz klar: „Meine Familie. Dann kommt aber schon der Sport.“ Und da ist er nicht nur im Winter aktiv. Er begeistert sich auch für Fußball und betreut die U9-Mannschaft des SC Bad Sauerbrunn mit.

www.heavensjumper.com


Was ist Para-Ski?

Zur Erklärung: Para-Ski ist eine Kombination aus Skifahren und Fallschirmspringen: Es gibt zwei Riesenslalom-Durchgänge, wobei hier pro Sekunde, welcher man hinter dem Ersten ist, ungefähr drei Zentimeter beim Fallschirmzielspringen dazuaddiert werden. Dann wird auf einen Zwei-Zentimeter-Punkt gesprungen und die Abweichung bis 50 Zentimeter elektronisch gemessen – das alles auf einem Hang im Gebirge, der eine Neigung von 35 Grad aufweist.

Para-Ski entstand übrigens aus der Geschichte. Bergretter sprangen vom Helikopter ab, um mit den Skiern zu den Verletzen zu fahren und diese zu bergen.