Erstellt am 28. November 2012, 00:00

Die zwei Gesichter von Schiffer und Co.. ASK Marz im Rückblick / Die Elf von Trainer Josef Kühbauer überwintert auf Platz zwölf und ist zurzeit hinter dem Plansoll.

Daniel Schmidl (l., mit Trainer Josef Kühbauer) zog eine durchwachsene Bilanz über die Hinrunde in der BVZ Burgenlandliga.IM  |  NOEN
Von Alfred Wagentristl

Dass die Tabellenplatzierung eines Klubs in der Heim- beziehungsweise Auswärtstabelle eine deutlich andere sein kann, ist nichts Ungewöhnliches, doch in diesem Fall schon. Der ASK Marz rangiert in der Heimtabelle am vorletzten Platz und in der Auswärtstabelle am zweiten Rang. „Natürlich sind wir unterm Strich weit unter unseren Erwartungen, doch es ist noch nichts passiert. Wir wissen bei zwei oder drei Siegen mehr wären wir plötzlich an Platz fünf dran. Wir sind zuversichtlich, dass es im Frühjahr deutlich besser aussehen wird“, sieht der Sportliche Leiter Daniel Schmidl positiv in die Zukunft. Die Ursachen liegen für den Marzer Langzeit-Funktionär klar auf der Hand: „Die Defensivleistung ließ mehr als zu wünschen übrig, und vorne haben uns die Tore von Juraj Skripec aus dem Vorjahr natürlich gefehlt – aber das war zu befürchten.“

Auswärts ist man top  und zuhause ein Flop

Es war viel Licht und Schatten bei den Marzern zu sehen. Zählte man auf fremden Plätzen zur absoluten Liga-Spitze, waren die Ergebnisse auf dem eigenen Platz mehr als enttäuschend. Wie kommt es zu derartigen Leistungsschwankungen? Schmidl sieht im Rückblick die Heimpartie gegen Horitschon als Knackpunkt: „Wir spielten gegen die Ponweiser-Truppe eine recht gute Partie und waren eigentlich die klar bessere Truppe, doch in der Nachspielzeit kassierten wir den entscheidenden Gegentreffer, nachdem uns vorher ein klarer Elfmeter vorenthalten wurde und wir wieder einmal die besten Chancen nicht nutzen konnten.“ Und so gab es einige Heimpartien, die aus Marzer Sicht „eigentlich nicht zu verlieren waren“ und in denen man trotzdem den Kürzeren zog. „Teams wie Klingenbach oder auch Sigleß standen extrem tief drinnen und überließen uns das Spiel, was natürlich auch legitim ist. Wir hatten auch viele, viele Chancen, aber auf eigener Anlage waren wir nicht unbedingt vom Glück verfolgt.“ Richtig glücklich zu Punkten ist man in der Hinrunde eigentlich nie gekommen. „Einzig das Spiel in Neusiedl hatte für uns einen eher glücklichen Spielverlauf. Beim 1:1-Unentschieden hatten die Neusiedler deutlich mehr Spielanteile und wir waren mit dem Punkt gut bedient. Ansonsten wüsste ich kein Spiel, bei dem wir nicht die Chance gehabt hätten zu gewinnen“, erinnert sich Schmidl.