Erstellt am 12. März 2014, 10:45

von Manuel Takacs

Ein Bezirksderby mit elf Treffern. Torfestival in Draßburg / Der Schlager zwischen Draßburg und Forchtenstein endete mit einem sehenswerten 7:4-Sieg des ASV.

Stürmer-Neuerwerbung Anto Gudelj (l.) und Andreas Walzer hatten am Samstag allen Grund zum Jubeln. Die beiden für den ASV Draßburg spielenden Offensivleute trafen im Bezirksderby gegen den ebenfalls abstiegsgefährdeten SV Forchtenstein je zweimal ins Schwarze und konnten somit mit vier Punkten davonziehen. Foto: M. Weller  |  NOEN, M. Weller
Von Manuel Takacs

Nach dem 5:3 für Forchten-stein im Hinspiel revanchierten sich die Draßburger mit einem 7:4. Die Anfangsphase des Nachbarschaftsduells zwischen den abstiegsbedrohten Klubs Draßburg und Forchtenstein war nichts für schwache Nerven. 21 Spielminuten waren gespielt und die Hausherren führten bereits mit 3:2.

„Fünf Tore in dieser kurzen Zeit sind schon ein Wahnsinn. In der Offensive bin ich mit der Leistung meiner Jungs absolut zufrieden, doch vier erhaltene Gegentore, davon drei durch beziehungsweise nach Standardsituationen, schmerzen“, zog Draßburgs Neo-Coach Ernst Baumeister nach seinem ersten Pflichtspiel Bilanz.

Standardsituationen sind die Achillesferse 

Er weiß auch, wo er den Hebel ansetzt: „Der Gegner hat aus dem Spiel heraus keine Torchance gehabt. Bei ruhenden Bällen waren wir zu schläfrig. Außerdem passt das Coaching untereinander nicht. Jeder verlässt sich auf den anderen. Diese Fehler müssen wir abstellen.“

Nicht nur Mannschaft und Trainerstab durften sich an diesem Samstagnachmittag freuen, sondern auch der Kassier. 400 Zuschauer kamen mit elf Volltreffern voll auf ihre Kosten. „Von der Toranzahl her war es Werbung für den Fußball. Ich hoffe, dass es für uns positiv weitergeht“, so Draßburgs Sektionsleiter Jochen Illedits.

Aufgrund des Ergebnisses weniger zufrieden, blickt man im Lager des Aufsteigers auf das Derby zurück. „Den Zuschauern wurde wirklich einiges geboten. Natürlich war die Stimmung auf Forchtensteiner Seite dann nicht mehr so gut“, berichtete Coach Franz „Peggy“ Fleck.

Tormann Geisendorfer fällt verletzungsbedingt aus

Sieben Gegentore lassen ein schwaches Abwehrverhalten der neuformierten Forchten-steiner Viererabwehrkette vermuten, doch der Trainer klärte auf:

„Natürlich sieht das blöd aus, aber man kann nicht nur der Viererkette die Schuld geben. Wir werden diese auch in den nächsten Spielen beibehalten. Zwei Gegentreffer resultierten aus Schnittstellen-Pässen, aber bei den anderen muss man alle Spieler zur Verantwortung ziehen. Positiv war, dass wir nach zweimaligem Rückstand noch ausgleichen konnten.“

Neben dem Spiel verlor der Tabellenvorletzte auch die Nummer eins, Manuel Geisendorfer. Der Tormann zog sich einen Muskelfaserriss zu und wurde durch Youngster Lukas Trimmel ersetzt.

„Er wird sicher drei Wochen lang ausfallen. Ob Perica Kopic oder Trimmel in den nächsten Spielen im Tor stehen wird, entscheiden wir kurz vor dem nächsten Spiel“, so Fleck, dem eines sehr wohl bewusst ist: „Wir müssen 50 Prozent unserer noch ausstehenden Spiele gewinnen, um eine Chance zu haben.“