Erstellt am 20. Juni 2012, 00:00

Ein fünfter Platz mit vielen Hindernissen. BEACHVOLLEYBALL / Thomas Kunert und Lorenz Petutschnig legten während eines Turniers eine Kurzreise nach Rom ein.

Odyssee. Lorenz Petutschnig und Thomas Kunert (v.l.) fuhren während ihres Kroatien-Aufenthaltes für ein einziges Spiel zum Grand Slam-Turnier nach Rom. ZVG  |  NOEN
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VON MICHAEL WELLER

Die beiden Beachvolleyballer Lorenz Petutschnig (Bad Sauerbrunn) und Thomas Kunert (Wien) bereiteten sich in der Vorwoche seit Montag auf das CEV Satellite-Turnier in Umag/Kroatien vor. Am Dienstagabend erfuhren die beiden überraschend, dass sie ab Mittwoch auch beim Grand Slam in Rom an den Start gehen durften.

Nach einer kurzen Beratung entschloss sich das Duo zu einer achtstündigen Nacht-Autofahrt nach Italien. Kaum angekommen, ging es in der ersten Runde der Qualifikation gleich gegen die Fünften der Weltmeisterschaft, Soderberg/Hoyer aus Dänemark. Aufgrund der anstrengenden Anreise und einer Verkühlung von Lorenz Petutschnig gingen die Österreicher jedoch sang- und klanglos mit 0:2 unter.

„Wollten die Chance auf  ein Grand Slam nutzen“

Noch am gleichen Tag nach der Niederlage traten die beiden in einer weiteren Nachtfahrt wieder die Rückreise nach Umag an. „Wir wollten die Chance auf einen möglichen Einzug in den Hauptbewerb eines Grand Slams nicht ungenutzt verstreichen lassen“, rechtfertigte Kunert die Entscheidung für die beschwerliche Anreise. „Leider hat uns die Fahrt dann doch zu sehr geschlaucht, als dass wir unsere volle Leistungsfähigkeit abrufen konnten.“

Am Donnerstag stand eine kurze Regeneration an und einen Tag später ging es schon wieder weiter. Aufgrund ihrer CEV-Punkte fix im Hauptbewerb gesetzt, revanchierte sich das Duo in der ersten Runde bei den Tschechen Kufa/Hadrava mit einem 2:1-Erfolg für seine Niederlage vor vier Wochen beim A-Cup in Rom. Nach weiteren harten Siegen war erst im Viertelfinale gegen die Juniorenwelt- und Europameister Kantor/Losiak Endstation. „In Anbetracht des beschwerlichen Rom-Intermezzos war der fünfte Rang ein toller Erfolg“, so Kunert.