Erstellt am 05. November 2013, 01:12

Ein SVS-Unglück kommt selten allein. Verhext / Sigleß hält stets mit, verliert aber. Draufgabe: Keeper Stefan Zwonarits verletzte sich, Josip Djoja ist nicht erreichbar.

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Von Manuel Takacs

Auf der einen Seite jubelte der Herbstmeister, die Parndorf Amateure, auf der anderen Seite verzweifelten die Spieler von Schlusslicht Sigleß. Während sich die Nordburgenländer mit dem 1:0-Erfolg zum Halbzeit-Meister krönten, musste die Truppe von Trainer Norbert Barisits erneut eine knappe Niederlage hinnehmen. „Es ist ja nicht so, dass uns die Gegner vom Platz schießen. Die Spieler sind bemüht und bieten Paroli. Wir bekommen Tore aufgrund individueller Fehler – und das größte Problem ist, dass wir keinen Stürmer haben“, bringt Sigleß-Coach Norbert Barisits die Probleme des Tabellenletzten auf den Punkt. In 14 Runden gelang Rene Novoszel & Co. kein einziges Stürmertor. Der für die notwendigen Treffer im Sommer geholte Josip Djoja konnte bislang nicht überzeugen. Ob er sich noch einmal beweisen kann, wird sich zeigen, denn der Ex-Ritzinger, der beim Ostliga-Klub in der Hinrunde der Vorsaison aus disziplinären Gründen vor die Tür gesetzt wurde, erschien vor dem Spiel bei Parndorfs Amateure unentschuldigt nicht zum Training und ist auch telefonisch nicht erreichbar. „Die Vorstandsmitglieder, die Mitspieler und ich haben ihn jeden Tag angerufen. Er hat nicht abgehoben“, so Barisits, für den der in Wien lebende Bosnier beim letzten Hinrundenspiel gegen Jennersdorf kein Thema mehr ist.

Finanzielle Probleme  werden vermutet

Dem verschollenen Angreifer wurde von den zuvorkommenden Sigleßer Funktionären bereits die gesamte Herbst-Entschädigung ausbezahlt. Vieles deutet auf finanzielle Probleme des 26-jährigen Angreifers hin.

Zu allem Überdruss verletzte sich bei der Partie gegen Parndorfs Amateure auch noch der vom Tormanntrainer zur neuen Nummer eins umfunktionierten Goalie Stefan Zwonarits bei einem Ausschuss. „Es ist eine Muskelverletzung“, sagt der Trainer, der vor allem den heimischen Spielern keinen Vorwurf macht.

Im Winter soll in Sigleß einiges los sein. „Fehler sind passiert, aber wir werden uns verstärken und uns nicht aufgeben“, erklärt Norbert Barisits, der mit größter Wahrscheinlichkeit Trainer bleibt.