Erstellt am 08. Januar 2015, 10:06

von Christopher Ivanschitz

Entscheidung ist gefallen: Rocks bleiben unten. Obwohl die Rocks die zweite Bundesliga anführen, stellte man heuer keinen Antrag für die höchste Spielklasse.

Tobias Winkler und seine Rocks gehen als Tabellenführer in die Winterpause.  |  NOEN, J. Mayer

Vereinsintern stand es schon seit einiger Zeit fest, nun wurde es auch offiziell gemacht: Der Triple-Meister der zweiten Basketball Bundesliga, die Mattersburg Rocks, wird für die kommende Saison keinen Antrag auf eine Lizenz für die Admiral Basketball Bundesliga stellen. ABL-Präsident Karl Schweitzer wurde bereits darüber informiert. Obwohl der Basketballklub aus Mattersburg im Sommer neun von zehn ABL-Kriterien erfüllen konnte und die Tabelle der zweiten Liga anführt, sieht man sich noch nicht bereit für das große Abenteuer.

„Wir haben bei unserer Strategie-Klausur im Herbst unsere eigenen Kriterien festgelegt, an denen wir uns orientieren”, so Obmann Andreas Gschiel. „Diese sind an jene der Liga angelehnt, enthalten aber noch tiefer gehende vereinsspezifische Dimensionen, wie die Anzahl von Mitgliedern, verkaufte Saisonkarten sowie die Anzahl von freiwilligen Helfern“, führte Gschiel weiter aus.

Der Meistertitel bleibt das große Ziel

Die große Hürde „Budget” ist dabei naturgemäß auch vorrangig, dies war die zuletzt noch nicht erfüllte Vorgabe seitens der ABL. Und eben diese eigenen Kriterien seien noch nicht erreicht bzw. nicht im geforderten Ausmaß, um attestieren zu können, dass es sich beim BKM um einen „Top-Performance-Verein” handelt.

Auf die heurige Zielsetzung hat dies keine konkreten Auswirkungen, hinter den Kulissen wird weiter daran gearbeitet, den Klub Bundesliga-tauglich zu machen und die Mannschaft selbst wurde auch vor einiger Zeit von diesem Schritt informiert. „Der Meistertitel soll eingefahren werden und der Fokus auf Nachwuchsarbeit wird weiter intensiviert. Es kann nur mit eigenem Spielermaterial gelingen, sich in der obersten Liga zu etablieren“, gab Andreas Gschiel die Marschrichtung vor und fügte hinzu: „Der Aufstieg wäre zwar möglich, wir wollen uns aber auch in der höchsten Liga halten können. Erst dann wird dies ein Thema sein.“