Erstellt am 08. August 2012, 00:00

„Es ist momentan der Wurm bei mir drin“. GRASSKI / Grasski-Ass Michael Stocker ist mit seinen dritten Plätzen beim FIS-Rennen in Belluno/Italien nicht zufrieden.

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VON MICHAEL WELLER

Zweimal auf dem Podest – ein Ergebnis, über das sich die meisten Sportler freuen würden. Nicht so Michael Stocker, der mit seiner Form für das anstehende Weltcup-Finale hadert.

„Eigentlich ist es ja ganz gut gegangen“, schmunzelte der Neudörfler nach seinem Rennwochenende im BVZ-Gespräch. Eigentlich. Denn zufrieden ist er nicht mit seinem Abschneiden im italienischen Belluno: ein dritter Platz im Riesentorlauf und ein dritter Platz in der Superkombination. Kein schlechtes Ergebnis, wäre da nicht ein bitterer Beigeschmack. „Im Riesentorlauf landete ich sieben Hundertstel hinter dem Erstplatzierten auf Rang drei“, so Stocker. „Der Zweite war sogar nur zwei Hundertstel vor mir, das nervt einfach nur.“ Noch dazu, weil Stocker im zweiten Durchgang Lauf-Bestzeit gefahren ist. Ähnlich präsentierte sich der Burgenländer in der Superkombination. „Ein schlechter erster Lauf im Super-G, danach wieder Lauf-Bestzeit im Slalom – ärgerlich.“

Finale Phase im Weltcup  beginnt in Italien

Verkehrte Vorzeichen für den Neudörfler. „Im Vorjahr war es genau umgekehrt. Da fuhr ich immer in den ersten durchgängen hervorragend und konnte mit den zweiten Läufen das gute Ergebnis absichern“, so Stocker. In dieser Saison mangelt es aber bi jetzt noch an einem guten Auftaktlauf. „Durchgang nummer zwei ist immer tadellos – es ist momentan einfach der Wurm drin.“

Michael Stocker bleibt allerdings optimistisch. „Wie heißt es so schön? Es kommt alles irgendwann wieder einmal zurück. Ich hoffe jetzt, dass sich die gute Form in den letzten Rennen der Saison einstellt.“

Denn ab dem Wochenende wird es ernst im Weltcupzirkus. In San Sicario/Italien startet am Samstag mit dem Riesentorlauf die finale Phase der Weltcup-Gesamtwertung. Am Tag darauf findet ein Super-G statt, dann geht es nach einer Woche Pause in den Iran. „Und dann steht mit dem Heimrennen in Rettenbach schon das Weltcupfinale an“, so Stocker.