Erstellt am 09. Februar 2011, 00:00

„Es wird schwer, doch wir packen es!“. REGIONALLIGA OST / Baumgartens Defensivmann Vedran Jerkovic glaubt an den Ligaerhalt.

Routinier Vedran Jerkovic wird beim ASK Baumgarten im Abstiegskampf mit Sicherheit eine Führungsrolle einnehmen.A. WAGENTRISTL  |  NOEN
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VON ALFRED WAGENTRISTL

Er feiert heuer im Juli seinen 30. Geburtstag und ist beim Letztplatzierten der Regionalliga Ost, dem ASK Baumgarten, mit Sicherheit einer jener wenigen Akteure, die die nötige Erfahrung mitbringen, um zu wissen, wie man aus der misslichen Lage schnellstmöglichst rauskommt. Neun Punkte Rückstand weisen die Hausmann-Schützlinge auf den vermutlich rettenden drittvorletzten Platz. Wir sprachen mit dem ehemaligen Lustenau-Spieler über die Chancen die der ASK Baumgarten seiner Meinung nach hat, die Liga zu halten. Schließlich ist der Rückstand relativ groß und auch der Kaderumbau war ziemlich „heftig“.

BVZ: Sie haben mit Ihrer Mannschaft ganze neun Punkte Rückstand auf die Admira Amateure, die am 13. Platz liegen. Denken Sie, dass der Kader gut genug ist, sich aus dem Schlamassel zu ziehen?

Vedran Jerkovic: Ich glaube, dass wir definitiv stärker sind als in der Hinrunde. Wir haben aber auch schon im Herbst unter unseren Möglichkeiten gespielt. Dass es schwer wird, ist unübersehbar. Aber wir packen es, dass wir in der Liga bleiben.

BVZ: Die Gabriel-Zwillinge, Dominik Bichler und Philipp Grafl sind eigentlich die vier Spieler, die wirkliche Stammspieler waren. Sie denken also, dass die ersetzt wurden?

Jerkovic: Ja, definitiv. Mit Matija Katanec haben wir sogar einen absoluten Topmann für diese Liga dazubekommen. Aber auch Markus Reinfeld, Sasa Stojancic, Anto Babic und einige mehr können uns sicher helfen, dass wir die eine oder andere Überraschungen liefern können. Es hat ja im Herbst sehr viele Spiele gegeben, in denen wir knapp dran und nicht unbedingt vom Glück begünstigt waren.. Es fehlt nicht viel und momentan arbeiten wir sehr gut und man sieht deutlich, dass sich viele unserer Spieler noch länger in dieser Liga etablieren möchten.

BVZ: Was ist der Unterschied beim Ablauf der Einheiten im Vergleich zum Herbst?

Jerkovic: Der Zusammenhalt ist im Moment besser als in der Hinrunde. Das ist eine wichtige Komponente hinsichtlich des Abstiegskampfes. Auch die Spielanlage wurde verändert. Wir spielen eindeutig mehr von hinten heraus und das ist vielleicht mit ein Grund, dass es jedem einzelnen besser gefällt.

BVZ: Für viele „Experten“ ist der ASK Fixabsteiger. Worauf wird es Ihrer Meinung nach besonders ankommen, um den Nichtabstieg zu schaffen?

Jerkovic: Die Kameradschaft wird eine ganz wichtige Rolle spielen. Es gilt auch ganz einfach, die unmittelbaren Gegner zu schlagen und bei dem einen oder anderen Favoriten zu überrraschen.

BVZ: Wie viele Punkte werden Ihrer Meinung nach notwendig sein, um das Ziel zu schaffen?

Jerkovic: Natürlich sind wie immer die Absteiger aus der Ersten Liga zu berücksichtigen und deshalb gebe ich hier keine Prognose ab. Ich weiß nur, dass im letzten Jahr der SV Wienerberg mit 39 Punkten als Drittvorletzter abgestiegen ist. Das würde bedeuten, dass noch 30 Punkte nötig wären – ein hartes Stück Arbeit, aber selbst das ist möglich.

BVZ: Was war Ihrer Meinung nach der Grund, dass die allseits bekannte Heimstärke des ASK verloren ging?

Jerkovic: Hier liegen Sieg und Niederlage einfach sehr eng beieinander. zum Teil haben eben unnötige, individuelle Fehler dazu geführt, dass wir eine Partie verloren haben, die ein Jahr vorher noch gewonnen wurde.