Erstellt am 02. Juli 2014, 07:16

von Hannes Bürger

Forchtenstein lotst Spuller nach Hause. Ronny Spuller kehrt nach sechs Jahren beim SV Mattersburg wieder zu seinem Stammverein zurück.

Ronny Spuller (rechts, im Bild mit Francis Enguelle, der zum SC Neusiedl/See wechselt) kehrt zu seinem Stammverein zurück. Foto: WA  |  NOEN, Alfred Wagentristl
Vor ziemlich genau sechs Jahren verließ Ronny Spuller „seinen“ SV Forchtenstein, um beim großen Nachbar Mattersburg den Durchbruch zu schaffen. 2009 schaffte er den Sprung in den Profikader, bis Spuller 2013 wieder für die Amateure auflief.

„Für uns ist es naturgemäß eine super Sache“

Nun wird der Ex-Profi wieder für jenen Verein einlaufen, bei dem er seine ersten Fußballschuhe zerrissen hatte: „Für uns ist es naturgemäß eine super Sache, dass er wieder für uns spielen will. Es ist jetzt kein Riesen-Coup, nachdem er kein Profi mehr ist“, so Obmann Rudi Vasik.

Einzig der Abgang von Janos Szöke sitzt noch tief: „Das ist doch ein großer Verlust für uns. Immerhin war er dreimal hintereinander Torschützenkönig (Anm.: Zweimal in der 2. Liga Mitte, einmal in der BVZ Burgenlandliga). Ihn zu ersetzten ist nahezu unmöglich. Man kann einen Ronny Spuller auch nicht mit einem Szöke vergleichen. Das sind zwei vollkommen unterschiedliche Spieler.“

Ziele werden deshalb dennoch nicht neu gesteckt

Auch Neo-Trainer Robert Horvath freut sich sehr über den prominenten Neuzugang: „Ich bin sehr erfreut, dass er zurück ist. Ich kenne den Ronny ja schon von meiner ersten Zeit in Forchtenstein. Als Trainer macht es das Ganze auch leichter, wenn man einen Spieler mit seinem Format zur Verfügung hat.“

Neue Ziele will man sich deswegen aber nicht setzen: „Wir warten einmal die ersten Spiele in der neuen Saison ab, dann können wir weiterschauen. Eine einstellige Platzierung wäre aber schon super“, fügt Horvath hinzu.

„Ich denke, dass es ihm egal sein wird, wo er spielt“

Spielsysteme hat der SVF-Coach auch schon im Kopf: „Wir werden natürlich mehrere Formationen trainieren. Im Moment sieht es so aus, dass wir mit einem 4-4-2, 4-2-3-1 oder 5-3-2 spielen werden. Es kommt natürlich immer auf den Gegner drauf an.“

Wo sich Ronny Spuller eingliedern wird, ist noch nicht klar, wie Horvath meint: „Ich denke, dass es ihm egal sein wird, wo er spielt. Er hat früher rechts im Mittelfeld agiert, bis wir ihn damals zu einem Stürmer umfunktionieren mussten. Da hat er gleich eingeschlagen, sodass er dann vom SVM geholt wurde. Als Trainer ist es fantastisch, wenn man so einen Spieler in seinen Reihen hat – ganz egal, ob wir ihn nun als Rechtsaußen oder auch im Sturm aufstellen.“