Erstellt am 24. Dezember 2014, 08:23

von Alfred Wagentristl

Grafl: "Der Abstieg darf kein Thema werden". Der zentrale Mittelfeldspieler des ASK Marz, Christopher Grafl, kehrt im Jänner voller Tatendrang zu seinem alten Verein zurück.

Ex-SVM-Spieler Christopher Grafl kehrt zum ASK Marz zurück, von wo er vor rund einem Jahr auch zu den Amateuren gestoßen war.  |  NOEN, WA

Fast genau vor einem Jahr entschloss sich der Schattendorfer Christopher Grafl, vom ASK Marz zum SV Mattersburg zu wechseln – natürlich begleitet vom großen Traum, beim burgenländischen Fußball-Aushängeschild den Sprung zum Profifußballer zu schaffen. Nachdem jetzt die Rückkehr zum ASK Marz besiegelt ist, kann man von einem „gescheiterten Projekt“ sprechen, fragten wir den 21-Jährigen.

„Natürlich ist es letztendlich nicht nach Wunsch gelaufen, aber noch gibt es Träume. Ganz abgehakt ist die Sache sicher noch nicht, dafür wäre es zu früh“, meint Grafl zur BVZ. Dabei hat sich der laufstarke Schattendorfer zu Beginn gut bei der Griesmayer-Truppe eingefunden: „Zu Beginn war ich relativ rasch im Rhythmus sozusagen, leider warf mich in der zweiten Jahreshälfte eine Verletzung retour und das hat die ‚Konkurrenz‘ innerhalb des Kaders ganz gut genutzt. So ehrlich muss man sein.“

„Es war eine tolle Erfahrung für mich“

Dass er diesen Schritt zu den Mattersburgern bereut, ist für Grafl kein Thema: „In keinster Weise. Es war eine tolle Erfahrung. Ich habe eine neue Liga sehen dürfen und dazu viele tolle Menschen und Fußballer kennengelernt. Es wird mir nicht geschadet haben, höheres Tempo im Spiel zu erleben. Jetzt geht es eben einen Schritt zurück in die BVZ Burgenlandliga, um nach Möglichkeit neue Kräfte zu sammeln und stärker zu werden.“

Dass der ASK Marz in der Tabelle zurzeit nicht so gut dasteht und gegen den Abstieg spielt, stört den ehrgeizigen Kicker nicht: „Wir werden es noch in die obere Tabellenhälfte schaffen, davon bin ich überzeugt. Es kommen einige Spieler von ihrer Verletzungspause retour und dann darf der Abstieg kein Thema werden. Wir haben genug Qualität in der Mannschaft und es ist auch genügend Euphorie vorhanden, wie ich auf der Weihnachtsfeier feststellen durfte.“ Dort war der alte, neue Marz-Kicker letzte Woche nämlich schon wieder live dabei.