Erstellt am 23. Juli 2014, 11:41

von Hannes Bürger

„Unterschied ist schon bemerkbar“. ASV Draßburg / Patrick Baumeister spricht über seinen sportlichen Wechsel und die Eindrücke unter dem Kommando seines Vaters.

Patrick Baumeister (22) will mit dem ASV Draßburg in der BVZ Burgenlandliga neu durchstarten.  |  NOEN, Wagentristl

BVZ: Du hast dich im Testspiel gegen das Team Wiener Linien am Knöchel verletzt. Hast du eine schlimmere Verletzung erlitten? Wie lange wirst du nun pausieren müssen?

Patrick Baumeister: Ich habe mir die Bänder im Knöchel gerissen, das ist mir aber auch in der letzten Saison schon zweimal bei Parndorf passiert. Da hat es jeweils nur zwei Wochen gedauert, bis ich wieder fit war. Dementsprechend zuversichtlich bin ich auch dieses Mal, dass ich schnell wieder zurückkomme. Aber ich muss zuerst die Magnetresonanztomographie abwarten, um Genaueres sagen zu können.

Wieso hast du den Schritt vom Profi zum Amateur gemacht?

Baumeister: Ich war in Parndorf kein Vollprofi, weil ich neben dem Fußball Arbeiten war. Ich habe mich schlussendlich für Draßburg entschieden, weil ich in Eisenstadt wohne und auch die Nähe zu Draßburg gegeben ist. Außerdem war mein Vater auch ein großer Faktor für den Wechsel in die BVZ Burgenlandliga.
 

"Ich möchte erfolgreich sein"


Glaubst du, dass das Profigeschäft irgendwann rufen könnte, oder wird es nichts mehr mit dem Profi-Traum?

Baumeister: Der Fußball ist ein Tagesgeschäft. Es ist primär nicht mein Ziel, Profi zu werden. Ich möchte erfolgreich sein – und das ist mit Draßburg möglich.

Hat der ASV Draßburg das Potenzial 2014/2015 Großes in der BVZ Burgenlandliga zu schaffen – sprich in die Ostliga aufzusteigen –, oder ist das eher utopisch?

Baumeister: Warten wir einmal ab, was passiert. Ich glaube, dass in dieser Saison alles möglich ist. Als mein Vater die Mannschaft übernommen hat, war sie im Tabellenkeller. Im Frühjahr ist das Team dann Rückrunden-Meister geworden. Das sagt einiges darüber aus, wie stark wir sind. Noch dazu ist der Stamm der erfolgreichen Mannschaft geblieben und wir konnten uns auch noch verstärken. Ich kenne aber die Liga nicht so gut, deswegen bin ich auch ein wenig zurückhaltend.
 

"Jetzt bin ich reifer"


Wie groß ist der Niveau-Unterschied zwischen Parndorf und Draßburg?

Baumeister: Natürlich ist der Unterschied bei den Trainings und Spielen bemerkbar, wenn man vorher bei einem Erste Liga-Verein war. Aber in Draßburg passt alles. Wäre dem nicht so, hätte ich mich nicht für den Wechsel entschieden.

Wie leicht oder schwer ist es für einen Spieler, wenn der Trainer der eigene Vater ist?

Baumeister: Ich habe mit 16 schon einmal unter meinem Vater gespielt. Damals war das gewöhnungsbedürftig, aber das lag vielmehr an mir selbst. Jetzt bin ich reifer – es gibt keine Probleme.