Erstellt am 10. September 2014, 10:00

von Michael Weller

Herzschlagfinale für Michael Stocker. Der Neudörfler verpasste beim Weltcupfinale denkbar knapp das Podest und musste sich mit dem vierten Platz begnügen.

Knappe Entscheidung. Im großen Saisonfinale musste sich Michael Stocker hauchdünn geschlagen geben und fuhr letztendlich auf den vierten Platz in der Gesamtwertung.  |  NOEN, Hetfleisch
Es war der perfekte Start ins Weltcupfinale in Tschechien für Michael Stocker, doch am Ende hat es nicht reichen wollen. Der burgenländische Shooting-Star der Grasski-Szene sicherte sich am ersten Renntag Platz drei im Super-G und damit wertvolle Punkte. „Ein Traumergebis für diese durchwachsene Saison, so der 31-Jährige, „doch danach habe ich die Geschichte in den Sand gesetzt.“

Beim zweiten Rennen, dem Riesentorlauf, war Stocker nach dem ersten Durchgang noch Zweiter, machte dann aber zuviele und zu schwere Fehler, die schließlich zu Platz vier geführt haben. „Das wäre noch kein Problem gewesen, doch dann kam der Slalom.“

Nach der Saison ist vor der Saison

Eigentlich die Lieblingsdisziplin Stockers, hätte dem Neudörfler ein fünfter Rang für einen Podestplatz im Gesamtklassement gereicht. Doch der erfahrene Läufer patzte – und fiel im ersten Durchgang aus. Somit fehlten Stocker gerade einmal 20 Zähler auf den dritten Platz im Gesamtweltcup.

„Ich war so frustriert, dass ich meine Ski genommen habe, und außer Konkurenz noch einmal den Slalom gefahren bin“, so Stocker, „und dabei fuhr ich die zweitbeste Zeit des Tages. Das war dann doppelt bitter.“

Doch der 31-Jährige blickt bereits wieder nach vorne, startet in zwei Wochen mit der Vorbereitung für die nächste Saison. „Ich habe mir noch viel vorgenommen, im nächsten Jahr gibt es wieder eine WM in Italien, da möchte ich endlich meine erste Goldmedaille holen“, so Stocker.

Im Jahr darauf steht noch einmal der Gesamtsieg im Weltcup auf dem Plan bevor 2017 bei der Weltmeisterschaft in Österreich Stockers voraussichtliches Karriereende anstehen soll. „Sehen wir mal, wie es läuft“, so der 31-Jährige.