Erstellt am 09. Februar 2011, 00:00

Herwig Leeb: 50 Jahre und nicht immer leise. 1. KLASSE MITTE / Der langdienende Spieler und Funktionär des SV Antau stand zum Geburtstag Rede und Antwort.

Antaus Sportlicher Leiter Herwig Leeb während eines Testspieles im Antauer Rupa-Stadion, neben Walter „Schoko“ Schachner (l.).  |  NOEN
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VON ALFRED WAGENTRISTL

Mit den Attributen rasant, schussgewaltig und nicht immer leise den Ball fordernd war Herwig Leeb als Goalgetter in den Torschützenlisten der Ligen, wo er spielte, „fast“ immer an der Spitze oder zumindest unter den Besten zu finden. Mit acht Jahren streifte er das erste Mal den Dress des SV Antau über. Er spielte 25 Jahre (1975 noch als Schüler-Spieler bis 2000) in der Kampfmannschaft – das erste Mal mit 14 Jahren in einem Freundschaftsspiel gegen Müllendorf – und stand weitere Jahre noch aushilfsweise der Reservemannschaft als Spieler zur Verfügung. 1996/97 war er mit Trainer Andreas Rosenitsch als Co-Betreuer erfolgreich in der Nachwuchsarbeit tätig.

Anfang der 80er eine  erfolgreiche Zeit

Anfang der 80er Jahre war Herwig Leeb mit Bruder Günther und Erwin Straußberger ein „Prunkstück“ der Angriffsreihe (1981/82) in einer gut funktionierenden Truppe von Spielertrainer Rudi Ugrinovich, die im Jahr 1982/83 mit dem siebenten Platz in der Landesliga eine der besten Platzierungen in der Geschichte des SV Antau erkämpfte.

Nach Jahren als aufrichtiger Kritiker auf der berühmt-berüchtigten Antauer „Muppets-Bank“ (die „Ehrenbank“ für erfolgreiche Altherren des SV Antau), hat Leeb vor mehr als zwei Jahren im Abstiegsjahr aus der 2. Liga, als in Antau schwierige Zeiten zu bewältigen waren, einen Funktionärs-Part im Vereinsgetriebe übernommen. Zurzeit ist Herwig Leeb bemüht, der Sportvereinigung Antau mit Rat und Tat als sportlicher Leiter zur Seite zu stehen. Wir sprachen mit dem ehrgeizigen Sportsmann über Vergangenes und Zukünftiges:

BVZ: Wie ist es zu dem Entschluss gekommen, Vereinsfunktionär zu werden?

Herwig Leeb: Weil ich gesehen habe, dass keine Motivation bei den Spielern vorhanden war und ich eingreifen wollte. Gelungen ist es aber scheinbar nicht gleich, da wir abgestiegen sind.

BVZ: Was hat sich seither geändert?

Leeb: Die Jungen haben sich etabliert, kommen regelmäßig trainieren und arbeiten sehr gut unter Trainer Miro Trkulja.

BVZ: Was sind die Ziele des SV Antau?

Leeb: Vorerst sich in der Klasse vorne zu etablieren und mittelfristig, wenn junge Spielern mit der richtigen Einstellung an die Sache herangehen, wieder aufzusteigen.

BVZ: Wie ist die Einstellung der Spieler einst und jetzt zu vergleichen?

Leeb: Ein haushoher Unterschied. Wir haben die Kameradschaft mehr gepflegt, waren viele gute Fußballer und hatten für die damalige Zeit kräftemäßig bereits einiges zu bieten, weil wir motiviert waren dafür richtig zu trainieren. Heute wird körperlich noch mehr verlangt, was sicher manche Spieler vom Training fernhält. Manchmal kommt es mir vor, als ob Spieler auch nicht mehr richtig feiern könnten.