Erstellt am 28. August 2013, 00:00

„Ich bin sehr dankbar“. Es bestand Lebensgefahr / Marz-Kicker Markus Dusek brach gegen Draßburg zusammen, will aber schon am Freitag wieder dabei sein.

Markus Dusek, Spieler des ASK Marz. Foto: WA  |  NOEN, Alfred Wagentristl
Von Alfred Wagentristl

FUSSBALL / Es war keine alltägliche Situation in diesem Derby der BVZ Burgenlandliga zwischen Marz und Draßburg (2:1). In Minute fünf traf Marco Piller Marz-Verteidiger Markus Dusek aus kürzester Distanz an der Schläfe, sodass dieser bewusstlos zu Boden sackte. Minuten des Bangens folgten, denn der heimische Abwehrmann „verschluckte“ seine Zunge.

Zwei Minuten ohne Sauerstoff

Das „Verschlucken der Zunge“ ist eine umgangssprachliche Redewendung und bedeutet, dass die Zungenmuskulatur erschlafft, in den Rachen fällt und dadurch die Atemwege blockiert. „Ich war rund zwei Minuten ohne Sauerstoff und kann mich an nichts mehr erinnern. Das Erste, was ich weiß, ist, dass ich aus der Kabine gekommen bin und gleich den Treffer zum 0:1 gesehen habe“, erklärte Dusek.

Mittlerweile ist er wieder erholt: „Ein wenig habe ich Kopfschmerzen, aber ansonsten passt alles.“ Draßburg-Masseur Henrik Zehetbauer leistete Erste Hilfe. „Ich möchte so bange Minuten natürlich nicht noch einmal erleben“, so Dusek.

„Da wird der Fußball zur Nebensache. Ich kenne Markus bereits seit Jahren und habe den Burschen sehr gerne“, meint Trainer Josef Kühbauer dazu. Dusek selbst möchte sich beim Draßburger Masseur mit einem Geschenkkorb bedanken und schon am Wochenende gegen Güssing wieder spielen.

„Ein Dusek ist nicht so leicht kleinzukriegen“ 

„Der Arzt hat mir vier Tage Spielverbot erteilt. Ich trainiere schon bald wieder mit. Ein Dusek ist nicht so leicht klein zu kriegen“, meinte der Verletzte. Trainer Josef Kühbauer will jedoch nichts riskieren: „Wenn er mir einen Befund einer MR-Untersuchung bringt und diese ergibt, dass alles in Ordnung ist, kann er spielen. Ansonsten mit Sicherheit nicht.“