Erstellt am 01. Februar 2012, 00:00

„In meiner Freizeit bin ich der Trainer meines Neffen“. UNSERE KICKER PRIVAT / Manuel Niessler, schussgewaltiger Marz-Stürmer, absolviert zurzeit seinen Präsenzdienst und nutzt jede freie Minute zum Training mit Klein-Lukas.

Im Sommer feierte Manuel Niessler, der Zemendorfer im Marz-Dress, sein 20. Wiegenfest. Damit zählt er mit Sicherheit auch noch zu der jüngeren Kicker-Generation in der höchsten Liga des Burgenlandes. „Die junge Garde drängt aber schon nach“, scherzt Niessler in Anspielung auf seinen zweieinhalbjährigen Neffen Lukas Posch. „Ich nutze jede freie Minute abseits von Bundesheer und Marz-Training, um mich mit dem kleinen Racker zu beschäftigen, und bin sozusagen einer seiner Trainer. Er jagt schon voller Freude dem Ball nach, das wird schon was.“ Ist auch zu erwarten, denn auch Lukas‘ Vater Stefan Posch war einer der talentierten Marzer Jung-Kicker, doch der 24-Jährige konnte seine beruflichen Verpflichtungen nicht mit dem in der BVZ Burgenlandliga nötigen Aufwand vereinbaren und beendete sehr früh die Karriere.

Sechs intensive Wochen  in der Kaserne Pinkafeld

Niessler selbst lernte Hafner und Fliesenleger und hat seine Lehrzeit abgeschlossen. Nachdem er in der Kaserne Pinkafeld seinen Grundwehrdienst absolviert hatte, wurde er vor fünf Wochen in die Eisenstädter Martinskaserne befohlen. „Mittlerweile ist es relativ stressfrei, doch die sechs Wochen in Pinkafeld waren schon sehr intensiv.“ Er war übrigens in guter Gesellschaft beim Exerzieren und ähnlichen bundesheertypischen Übungen, „Mit mir waren einige Kicker wie Tobias Schriefl, Peter Haring vom ASK Baumgarten oder auch Elmir Hrustanbegovic vom ASV Draßburg beim Grundwehrdienst. Die Burschen haben die Sache erträglicher gemacht.“

Besonders intensiv wurde es für den Grundwehrdiener auch, weil er bei jeder Gelegenheit hinauf in den Norden „pendelte“. Der Grund dafür war Freundin Lisa Sinawehl. Mit der Marzerin ist Niessler seit längerer Zeit liiert und da können rund 100 Kilometer räumliche Distanz zur Qual werden. „Das geht gar nicht“, schmunzelt der Zemendorfer. „Wenn es Zeit und Finanzen erlaubt haben, bin ich natürlich nach Hause gekommen.“

Noch 93 Tage bis zum  heißersehnten Abrüsten

Nach dem Abrüsten möchte Niessler zur Firma Fröch zurückkehren. „Der Beruf macht mir wirklich Spaß, nicht zuletzt weil das Arbeitsklima immer bemerkenswert gut war. Aber jetzt heißt es also noch 93 Tage ‚Habt Acht‘ in Eisenstadt.“