Erstellt am 27. Oktober 2010, 00:00

Keine Schiedsrichter bei Nachwuchspartien. ENGPÄSSE / Aufgrund von Personalmangel konnten am Wochenende nicht alle Jugendspiele mit Schiris besetzt werden.

VON MARTIN PLATTENSTEINER

Zu den U14- und U16-Meisterschaftsspielen zwischen der Spg ZSP/Antau/Rohrbach und der Spg Kogelberg erschien kein BFV-Schiedsrichter. Die U14-Partie blieb von Haus aus unbesetzt. So weit, so gut, Laien-Schiri Philipp Radowan leitete beide Spiele. Den Zorn der Kogelberg-Eltern und Funktionäre zog er sich spätestens dann zu, als er in der Schlussphase des U14-Matches für die Heimmannschaft einen Elfmeter pfiff. Endstand - 1:0. „Das war ein glasklarer Elfer“, meinte ZSP-Trainer Günter Schopf. „Die Kogelberger regen sich nur deswegen auf, da sie erstmals in dieser Saison lange Zeit ein 0:0 halten konnten.“

Doch was sind die Hintergründe, warum zu beiden Nachwuchsspielen keine Schiedsrichter kamen? „Wir hatten am Samstag einen Engpass“, erklärt Besetzungsreferent Rudolf Berlakovich. „Einige Kollegen waren für das Wochenende abgemeldet.“

Eingeteilter U16-Schiri  musste nach Rudersdorf
Für die U16-Partie war ursprünglich Mesud Avsar eingeteilt. Schnell kursierte am Rohrbacher Sportplatz das Gerücht, dem Schiri sei die Anreise für die eine Partie zu weit gewesen. „Das stimmt überhaupt nicht“, kontert Avsar im BVZ-Gespräch. „Ich wurde schon unter der Woche umbesetzt und stand am Samstag in der 2. Liga Süd in Rudersdorf an der Linie.“

Laut Berlakovich sollte die U16-Partie ursprünglich für Freitag, 23. Oktober, angesetzt gewesen sein und wurde kurzfristig auf Samstag verlegt. „Das ist ein Blödsinn“, rechtfertigt sich ZSP-Coach Schopf. „Lediglich der Spielort wurde von Zemendorf nach Rohrbach verlegt. Wir spielen immer am Samstag.“

Berlakovich selber ist sich der Problematik bei der optimalen Besetzung der Jugendpartien bewusst. „Ich plädiere immer wieder dafür, dass die Vereine mit den Nachwuchsspielen auf Sonntag ausweichen. Aber da rührt keiner der Funktionäre ein Ohrwaschel“, so der Besetzungsreferent.

Besetzungsreferent Rudolf Berlakovich: „Nachwuchs sollte auf den Sonntag ausweichen.“