Erstellt am 22. Oktober 2013, 01:00

„Lassen uns nicht verrückt machen“. Im Interview / Forchtensteins Obmann Rudi Vasik spricht über die bisherige Saison. Für den Herbst wünscht er noch vier Punkte.

Forchtenstein-Obmann Rudi Vasik (M.) durfte mit seinen Spielern (im Bild rechts Peter Strodl mit Gernot Leitner) vor vier Monaten noch den Meistertitel feiern - momentan will es nicht laufen. Foto: A. Wagentristl  |  NOEN, A. Wagentristl

BVZ: Nach drei Spieltagen galt der SV Forchtenstein als die große Überraschung in Burgenlands höchster Spielklasse. Mittlerweile liegt man auf einem Abstiegsplatz. Wie sehen Sie die Situation?
Rudi Vasik: Das Spiel gegen Marz war der Beginn des Negativ-Laufs. Es war die Partie mit der schlechten Leistung von Schiedsrichter Albert Wandl, den wir in Zukunft ablehnen werden, und dem unsportlichen Verhalten der Marzer. Seit ihren Ausschlüssen kommen Peter Strodl und Janos Imre nicht mehr auf Touren. Aber in Wirklichkeit hat es bereits in der Sommerübertrittszeit begonnen. Dzenan Durakovic, der mittlerweile nicht mehr bei uns ist, war ein Fehlkauf, und auch David Gnam braucht noch Zeit, bis er sich an die Liga gewöhnt hat. Wir sind ein Aufsteiger mit bescheidenen finanziellen Mitteln und einem kleinen Kader. Wenn dann auch noch die Routiniers nicht auf ihrem möglichen Level spielen, ist es schwer, konkurrenzfähig zu sein. Der Einsatz der Spieler stimmt, aber es ist einfach zu wenig. Derzeit habe ich als Obmann wenig Freude.

„'Peggy' Fleck hat viel für den Verein geleistet“

Wie steht es um Trainer Franz Fleck? Ist sein Job gefährdet?
Wir haben jetzt noch drei Spiele im Herbst und lassen uns nicht verrückt machen. Wie es mit Trainer Fleck weitergeht, entscheide ich nicht alleine. Natürlich kann man bei einer derartigen Talfahrt nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Aber „Peggy“ hat viel für den Verein geleistet.

Was wird in der Winterübertrittszeit innerhalb der Mannschaft passieren?
Wir werden uns in den nächsten Tagen zusammensetzen und darüber sprechen. Mein Wunsch wären zwei neue Spieler, aber im Winter ist es sehr schwierig welche zu bekommen, die einem auch helfen können.

Wie viele Punkte wünschen Sie sich bis zum Ende des Herbstdurchganges?
Drei bis vier Punkte wünsche ich mir noch. In den Heimspielen einen Sieg und ein Remis wären top. Damit wäre ich schon zufrieden, denn in Purbach wird es ganz schwer.

Interview: Manuel Takacs