Erstellt am 24. September 2013, 02:21

Legionär Durakovic reiste in die Heimat. Fixer Abgang? / Forchtensteins Sommerneuzugang steht in der nächsten Zeit nicht zur Verfügung. Sein Verbleib ist offen.

Forchtenstein-Spieler Dzenan Durakovic weilt derzeit aus privaten und verletzungstechnischen Gründen in seiner Heimat Bosnien. Ob er wieder zurückkehrt, steht in den Sternen. Foto: Wagentristl  |  NOEN, Wagentristl
Von Manuel Takacs und Alfred Wagentristl

Vorige Woche reiste Forchtensteins Sommerneuzugang Dzenan Durakovic in seine Heimat nach Bosnien. „Einerseits ist er verletzt und lässt sich dort behandeln. Andererseits pflegt er seine kranke Mutter“, berichtet Trainer Franz „Peggy“ Fleck über den vorübergehenden Abgang seines Legionärs: „Ob er wieder kommt, werden wir sehen. Ausgemacht ist, dass er wieder kommen soll, wenn er fit ist.“

Sogar ein Einsatz in der Nationalelf 

Die Karriere-Bilanz des 23-jährigen Offensivmannes kann sich durchaus sehen lassen: 50 Spiele für Velez Mostar in der höchsten bosnischen Liga und sogar ein Einsatz für das bosnische U21-Nationalteam. Im Sommer wechselte der Stürmer von FK Travnik Jablonica zum BVZ Burgenlandliga-Aufsteiger.

Sein einziges Tor für den SV Forchtenstein gelang dem Mittefeldspieler beim überraschenden 5:3-Auftaktsieg gegen Draßburg. Doch die „Beziehung“ zwischen dem Liganeuling und dem neuen Akteur wollte nicht reifen. Immer wieder gab es kleinere Probleme mit Durakovic, der an einer Muskelverletzung im hinteren Oberschenkel leidet.

„Potenzial müsste er auch zur Gänze abrufen“

„Wir werden sehen, wie sich alles entwickelt. Dzenan ist ein toller Fußballer, aber dieses Potenzial müsste er auch zur Gänze abrufen“, sagt Fleck über den Legionär, den er bei der 3:1-Auswärtsniederlage bei Sankt Georgen erstmals auf der Bank Platz nehmen ließ.

Die Aufenthaltsgenehmigung des Bosniers wäre zwar bereits Ende September abgelaufen, aber: „Es wäre nur ein kleineres Problem gewesen, diese zu verlängern“, so Forchtensteins Sektionsleiter Robert Spuller. Nachsatz: „Wir sind im Moment noch alle sehr gespannt, ob er wieder kommt.“

Forchtenstein sucht einen Nachfolger

Aus der Ferne betrachtet deutet momentan alles auf einen Abgang des Rechtsfußes hin. Für den SV bietet sich daher die Möglichkeit, die Augen nach einem Nachfolger offen zu halten. „Sollte Durakovic nicht zurückkehren, muss er ja bis Winter pausieren, da er bei uns gemeldet ist“, so Trainer Fleck.

Vielleicht lebt die Option Manuel Lämmermayer wieder auf, mit dem im Sommer erfolglos verhandelt wurde. Der Unterfrauenhaider hat sich im Juli von seinem Heimatklub abgemeldet und sucht eine Chance „oben“ zu spielen.