Erstellt am 24. Juni 2015, 10:43

von David Hellmann

Loipersbacher nach 1979 wieder Meister. Nach nur einem Jahr in der 1. Klasse Mitte schaffte der SV Loipersbach den direkten Wiederaufstieg in die 2. Liga.

Jubelstimmung. Der erste Meistertitel nach 36 Jahren und der damit verbundene Wiederaufstieg in die 2. Liga Mitte wurde von den Spielern, Trainern, Funktionären und Fans des SV Loipersbach, nach dem 3:0-Heimsieg gegen den UFC Sieggraben natürlich ausgelassen und gebührend gefeiert.  |  NOEN, Alfrred Wagentristl

Loipersbach war in den vergangenen Jahren der Inbegriff einer Fahrstuhl-Mannschaft. In den letzten fünf Jahren pendelte der SVL jährlich (!) zwischen 1. Klasse Mitte und 2. Liga Mitte. Auch in diesem Jahr schaffte man nach dem vorjährigen Abstieg den direkten Wiederaufstieg in die 2. Liga Mitte. Warum es dieses Mal besser klappen soll? „Wir sind qualitativ stärker als in den Jahren zuvor und werden auch nicht den Fehler machen, uns zu verschlechtern“, blickt Meistertrainer Lorandt Schuller positiv ins kommende Jahr. Ein Unterschied ist auch, dass man in diesem Jahr den Aufstieg nicht, wie in den Jahren zuvor, als Zweiter, sondern seit 1979 wieder als Meister fixieren konnte.

Starke Defensive wichtiger Erfolgsfaktor

Die Gründe für den Höhenflug in dieser Saison liegen für den Trainer auf der Hand. „Kaisersdorf hat sich auf das Torverhältnis konzentriert, wir uns auf die Punkte“, scherzt der Meistermacher, ehe er dann aber im Ernst ergänzt: „Ausschlaggebend war auf jeden Fall unsere starke Defensive gepaart mit der Spielintelligenz von Krisztian Kottan.“ Ein weiterer Trumpf seiner Truppe dürfte allerdings auch die mentale Stärke gewesen sein. Denn gerade in der entscheidenden Phase der Meisterschaft zeigte sich der SVL am abgebrütesten und blieb in den letzten sieben Meisterschaftsspielen ohne Punkteverlust. „Die Niederlage gegen Kaisersdorf war so etwas wie der positive Knackpunkt für uns“, meint Schuller. „Danach ist die Mannschaft noch einmal enger zusammengerückt.“

Positive Energie soll mitgenommen werden

Diese positive Energie will man nun mitnehmen, um endlich das Image der Fahrstuhl-Mannschaft abzulegen und dem Pendeln ein Ende zu setzen. „Ich wäre gerne der Böse, der diese Tradition endlich bricht“, meint Schuller lachend. Zuzutrauen ist es ihm allemal.