Erstellt am 12. Oktober 2011, 00:00

Marcel Koller: Eine gute Wahl?. BVZ-UMFRAGE / Der Schweizer Marcel Koller (50) ist neuer Teamchef. Wir haben nachgefragt und burgenländische Meinungen eingeholt.

„Man muss den neuen Teamchef jetzt einmal eine Zeitlang arbeiten lassen, denn er verdient natürlich eine faire Chance. Das ändert aber nichts daran, dass ich eine österreichische Lösung besser gefunden hätte.“

Karl Kaplan, BFV-Präsident

„Ich wäre für Franco Foda oder Paul Gludovatz gewesen, weil sie den österreichischen Fußball, die Mentalität und auch die Spielweise in- und auswendig kennen. Aber lassen wir uns überraschen.“
Goran Guc, Trainer SC Wiesen

„Ich finde es gut, dass ein Mann aus dem Ausland geholt wurde. Vielleicht werden zukünftig die ins Team geholt, die es sich auch verdient haben. Ein Nachteil ist, dass es ein Mann ist, der seit zwei Jahren ‚arbeitslos‘ ist.“
Darius Sasarmann, SC Neudörfl

„Er ist sicher ein guter Mann, der auch schon Erfolge vorzuweisen hat. Marcel Koller ist sicher ein moderner Trainer der Zeit bekommen muss, um etwas zu entwickeln. Er wird bei den Spielern gut ankommen.“
Mario Renner, Trainer des SC Neudörfl

„Die gesamte Kandidatenliste gefiel mir, da wären gute Lösungen dabei gewesen. Jetzt hat sich der Präsident für Marcel Koller entschieden – Fakt ist: Mit ihm kommt sicher kein Schlechter. Er hat eine gute Visitenkarte.“
Georg Pangl, Bundesliga-Vorstand

„Ich finde, dass man dem neuen Teamchef eine Chance geben sollte. Seine Aussage ‚offensives Verteidigen‘ gefällt mir. Heruntergebrochen auf den Nachwuchs versuche ich das auch zurzeit mit meiner U14 zu praktizieren.“
Christoph Stifter, SV Rohrbach

„Für mich ist es genau so eine Überraschung, wie für die meisten anderen. Ich denke, er ist ein sehr ehrgeiziger Trainer, der auf neue Trainingsmethoden setzt. Ich bin überzeugt, dass er viel mit dem Team erreichen wird.“
Darko Durkov, Ex-Baumgarten-Kicker

„Ich bin sehr erfreut. Koller hat in Deutschland sehr gut gearbeitet. Mit Sicherheit ist es ein Schlag für die Seele der österreichischen Trainer, aber Koller ist wenigstens mit keiner Hypothek im österreichischen Fußball behaftet.“
Franz Fleck, Trainer SV Forchtenstein

„Ein Österreicher wäre interessanter gewesen, trotzdem verdient Marcel Koller eine faire Chance. Soweit ich ihn kenne, ist er ein akribischer Arbeiter, der ständig versucht, am neuesten Stand zu sein – das ist eine gute Basis.“
Hans Füzi, Sportlicher Leiter der Fußballakademie Bgld.

„Es ist jetzt einmal so, dass es ein Schweizer geworden ist. Diese Entscheidung soll man zur Kenntnis nehmen und nicht alles schlecht reden. Auch ein Jose Mourinho wird in Österreich ohne Glück nichts erreichen.“
Helmut Moser, SV Rohrbach

„Aus meiner Sicht ist es keine gute Entscheidung. Da wäre mir eine österreichische Lösung noch lieber gewesen. Wir hätten einen arrivierten Teamchef benötigt, nicht einen zweitklassigen Ausländer ohne Erfahrung.“
Johannes Beyvl, Trainer Sieggraben

„Ich denke, Marcel Koller kann mit der Nationalmannschaft sicher einiges bewegen. Ich hoffe nur, dass er sich nicht zu viel von außen dreinreden lässt und sein Konzept bedingungslos durchzieht.“
Karl Terdy, Trainer SV Rohrbach

„Die vielen Kritiken schon vor seinem ersten Spiel halte ich für überzogen. Man sollte ihm eine faire Chance einräumen. Hoffentlich ist er nicht nur eine Marionette des Willi Ruttensteiner. Das wäre fatal.“
Markus Braunöder, Trainer des ASK Hirm

„Marcel Koller ist ja kein ‚No-Name‘. Jetzt sollte man ihn arbeiten lassen. Er ist mir auf alle Fälle lieber als eine österreichische Lösung, die mit Sicherheit viel Kredit bei Niederlagen gehabt hätte. Koller ist unter Zugzwang.“
Michael Stocker, Grasski-Athlet/SC Neudörfl

„Die Entscheidung für Marcel Koller war für mich eine Überraschung. Man sollte ihn aber ohne Vorurteile in Ruhe arbeiten lassen. Hoffentlich hat er die nötigen Kompetenzen bekommen, um die Ideen durchzusetzen.“
Kurt Hoffer, Trainer Schattendorf

„Ich wäre eher für eine österreichische Lösung gewesen – für einen Mann, der in Österreich ein gutes Standing hat. Ich habe das Gefühl, dass sich der Sportdirektor des ÖFB in dieser Frage durchgesetzt hat.“
Manfred Köck, Trainer SV Loipersbach