Erstellt am 04. Januar 2016, 15:35

von Martin Ivansich

Mattersburg startete ohne Onisiwo. Das Tauziehen zwischen dem SVM und seiner Offensiv-Waffe Karim Onisiwo scheint beendet. Sein Vertrag wurde für ungültig erklärt.

 |  NOEN, Fenz
Das Arbeits – und Sozialgericht Wien hat den Vertrag zwischen dem SV Mattersburg und Oniwiso mit dem 30. Juni 2015 für ungültig erklärt. Richterin Susanne Pichler gab dazu auf Anfrage der BVZ folgende Stellungnahme ab:

„Das Arbeits- und Sozialgericht Wien hat mit Urteil vom 11.11.2015 entschieden, dass der auf ein Jahr befristete Arbeitsvertrag zwischen Karim Onisiwo und SV Mattersburg nicht über das Vertragsende weiter aufrecht ist. Das Gericht hat die  vereinbarte Option, dass der Verein einseitig für zwei  Jahre  verlängern kann und  von der der Verein Gebrauch gemacht hat, für unzulässig erklärt.

Nach Ansicht des erkennenden Senats stellt diese einseitige Verlängerungsoption des Arbeitgebers ohne eine Kündigungsmöglichkeit des Arbeitnehmers eine - nicht zulässige- Einschränkung der Kündigungsfreiheit des Arbeitnehmers dar. Gegen dieses Urteil können beide Seiten binnen vier  Wochen ab Zustellung des Urteils das Rechtsmittel der Berufung an das OLG Wien einbringen.“ Der ÖFB-Teamspieler ist laut diesem Urteil also ablösefrei zu haben.

Das Interesse heimischer Klubs hat der Flügelspieler längst geweckt. Rapid und Salzburg sind schon länger an dem 23-Jährigen dran. Auch Teams aus dem Ausland wie etwa der deutsche Bundesligaklub Mainz 05 werden mit Onisiwo in Verbindung gebracht.  Für Mattersburgs Sportlichen Leiter Franz Lederer ist die Sache noch nicht ganz durch:

„Das ist ein laufendes Verfahren, also eine Frage der Rechtswirksamkeit. Mehr kann ich dazu nicht sagen.“ Fakt ist jedenfalls, dass Onisiwo beim Trainingsauftakt der Mattersburger am Montag-Vormittag nicht dabei war. 

SVM will berufen

Der SV Mattersburg möchte sich gegen das Urteil des Arbeits- und Sozialgerichts zur Wehr setzen. "Es ist eine Frage der Rechtswirksamkeit. Wir werden in Berufung gehen", kündigte Sportdirektor Franz Lederer gegenüber dem ORF Burgenland an. Genauer wollte er sich mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht äußern.