Erstellt am 29. Oktober 2014, 08:36

von Alfred Wagentristl

Noch lebt mein Traum. Der Hirmer Mirza Sejmenovic (24) hat den SV Stegersbach auf Platz zwei geschossen. Im Gespräch mit der BVZ untermauert er seinen Anspruch, Profi zu werden.

Der Hirmer Mirza Sejmenovic im Duell mit Ivica Majstorovic, der Ende August für die SVM Amateure zum Einsatz kam. Das Spiel endete mit einem 2:0-Auswärtssieg des SV Stegerbsach, Sejmenovic sorgte für beide Treffer der Gäste.  |  NOEN, Alfred WAGENTRISTL

BVZ: Du spielst jetzt knapp eine Halbsaison in der dritthöchsten Leistungsstufe Österreichs. Wie beurteilst du das Tempo und die Trainingsintensität im Vergleich zur BVZ Burgenlandliga?
Mirza Sejmenovic: Es gibt natürlich Unterschiede. Jede Liga ist auch ein Qualitätsunterschied. Sowohl auf als auch neben dem Platz. Die Spiele, aber auch die Trainingseinheiten, sind viel intensiver. Das Niveau ist wirklich sehr hoch und es wird auch öfter trainiert. Das Interesse der Fans ist großartig in Stegersbach. Die Regionalliga ist in Sachen Intensität und Umfang kaum mit unten zu vergleichen.

Gab es für dich auch so etwas wie eine Eingewöhnungsphase?
Ja, da ich die Spieler und die Spielweise des SV Stegersbach nicht kannte. Es dauerte aber nicht lange. Ich wurde von den Spielern und dem gesamten Stegersbacher Funktionärsteam gut aufgenommen Das hat dann die Sache für mich noch deutlich einfacher gemacht.

Du stehst eigentlich immer in der Startelf. Wie groß ist die Konkurrenz im Sturm beim SVS? Hat das Stammleiberl auch schon einmal „gewackelt“?
Da steckt natürlich auch konsequente Arbeit dahinter. Ich trainiere sehr hart und will immer der Beste sein. Die Konkurrenz ist groß, da wir über eine Reihe von sehr guten Offensivspielern verfügen. Man spielt auch nur dann, wenn man die Leistungen Woche für Woche bestätigt: Ich denke, das gelingt mir bis dato ganz gut.

"Das Ziel bleibt weiterhin, mein Hobby zu meinem Beruf zu machen"

Aus dem großen Ziel irgendwann in den Profifußball wechseln zu wollen, hast du nie ein Geheimnis gemacht. Ist dieser Traum nach wie vor im Visier?
Natürlich, das Ziel bleibt weiterhin, mein Hobby zu meinem Beruf zu machen. Ich bin zwar im September 24 geworden, aber noch lebt der Traum.

Wo siehst du dich in drei Jahren?
Das ist schwer zu sagen, weil man ja nie weiß, was morgen passiert. Trotzdem hoffe ich, dass ich zu diesem Zeitpunkt schon einige Spiele als Profi absolviert habe.

Hartberg-Trainer Bruno Friesenbichler wollte dich im Sommer verpflichten, wobei der Transfer an einem „Trainerwechsel-Theater“ scheiterte. Friesenbichler ist nun wieder als Hartberg-Coach installiert. Ist der TSV vielleicht schon im Winter wieder ein Thema, wie auch Gerüchten zufolge zu vernehmen ist?Es stimmt, aber auch andere Vereine aus der Ersten Liga zeigen Interesse. Ich fühle ich mich aber in Stegersbach zurzeit sehr wohl und denke nicht an einen Wechsel im Winter. Ich will mich in der Regionalliga beweisen und mich für größere Aufgaben empfehlen. Vielleicht gelingt ja im Sommer der nächste Schritt.

"So wie es aussieht, bleibt ihnen nichts anderes über, als sich mit dem Aufstieg zu beschäftigen"

Stegersbach ist die Mannschaft der Stunde in der Ostliga. Wird gar um die Lizenz angesucht, weil sich die Gelegenheit ergeben könnte, um den Aufstieg ernsthaft mitzuspielen?
So wie es aussieht, bleibt ihnen nichts anderes über, als sich mit dem Aufstieg zu beschäftigen. Aber Spaß beiseite: Das muss der Verein wissen, ob es eine Option wäre. Das Trainerteam und die Spieler machen einen tollen Job. Der Erfolg, der uns zurzeit ausmacht, ist schlicht und einfach das Kollektiv.

Dein Stammverein, der ASK Hirm, stolpert in der laufenden Saison ein wenig durch die Meisterschaftsrunden der 2. Liga Mitte. Zuletzt gab es zwei Siege. Verfolgst du die Spiele, die ja fast vor deiner Haustür stattfinden?
 Natürlich verfolgt man die Ergebnisse vom Stammverein mit Interesse. Am Platz bin ich aber nicht vertreten. Die Infos hole ich mir aus dem Internet.