Erstellt am 09. Januar 2013, 00:00

Peter Nemeth als zweiten Torgarant. Transfer / Nach Mario Seckel wurde mit Angreifer Peter Nemeth ein weiterer bekannter Offensivmann verpflichtet – Sigleß ist gerüstet.

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Von Manuel Takacs

Er bot sich immer wieder an, fiel durch große Laufbereitschaft auf und erzielte Tore wie in seinen besten Jahren. Die Rede ist vom zweiten Neuzugang von BVZ Burgenlandligist Sigleß. Stürmer Peter Nemeth zeigte beim Rosalienpokal des SV Forchten-stein, welch großes Potenzial, trotz seiner bereits 37 Jahre, noch immer in ihm steckt. „Zweimal trainierte ich vor dem Turnier mit der Mannschaft. Ich fühle mich wieder top-fit und will es noch einmal wissen“, sagte der Ungar und fügte hinzu: „Ich freue mich, dass es mit dem Transfer nach Sigleß geklappt hat. Wir haben hier eine sehr junge Mannschaft und ich möchte mithelfen, dass uns der Klassenerhalt gelingt.“

In der burgenländischen Fußballszene ist Peter Nemeth ein bekannter Mann. Seine besten Jahre erlebte er mit dem heutigen südburgenländischen 2.-Liga-Klub Kohfidisch in der BVZ Burgenlandliga. Bei den Gegenspielern war der ungarische Akteur aufgrund seiner hitzigen und aufbrausenden Art oft ein Feindbild. „Ich kann mich noch sehr gut an ihn erinnern, als er in Kohfidisch kickte. Er war ein lästiger und unguter Gegenspieler. Viele Spieler sind vom Platz geflogen, weil sie mit ihm aneckten“, erinnert sich sein neuer Mitspieler Mario Seckel an Peter Nemeth.

Krankheit stoppte  die starke Karriere

Nach zahlreichen Jahren in Kohfidisch folgte der Angreifer Trainer Ingmar Spendier zum SV Güssing, wo seine große Laufbahn aufgrund der Krankheit „Morbus Crohn“ (chronisch-entzündliche Darmerkrankung) ins Stocken geriet. „Es war mit Sicherheit die schlimmste Zeit in meinem Leben.“ Ein Engagement beim USC Pilgersdorf verlief nicht nach Wunsch, und seitdem kickte der Paradestürmer in der vierten ungarischen Liga – nebenbei noch in der ungarischen Futsal-Bundesliga. „Peter Nemeth ist körperlich in einem sehr guten Zustand. Wir haben ihn insgesamt dreimal beobachtet. Natürlich erwarten wir uns sehr viel von ihm“, betont Sigleß-Trainer Roland Wisak, der aufgrund dieses Transfers auf das Engagement eines Defensivspielers verzichtet. „Wir sind alle sehr gespannt. Man hört Großes über unseren neuen Teamkollegen. Ich hoffe, dass er uns helfen kann“, so Mittelfeldspieler Christoph Zistler.

Erster Auftritt. Sigleß-Kapitän Christoph Krenn (r.) begrüßte Neo-Angreifer Peter Nemeth (l.) beim Rosalienpokal in Mattersburg.